Traditionelle Rollenbilder

Tradwife-Ideal von Influencerinnen kommt real kaum an

Traditionelle Rollenbilder sind in sozialen Medien präsent, doch nur eine Minderheit junger Frauen teilt das Ideal der sogenannten "Tradwives".
Digital  Heute
23.10.2025, 10:01
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Obwohl in den sozialen Medien viele sogenannte "Tradwives" unterwegs sind, bevorzugt nur eine Minderheit der jungen Frauen in der Realität ein traditionelles Rollenbild.

Laut dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden vertreten knapp 18,5 Prozent der 20- bis 30-jährigen Frauen Einstellungen ähnlich wie jene Influencerinnen, die Weiblichkeit, Mutterschaft und Fürsorgearbeit als Ideal sehen.

Diese Frauen betrachten Mutterschaft als zentrale Lebensaufgabe, stellen die Ehe auf ein Podest und befürworten eine klassische Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau. Sie sind überzeugt, dass ein Kleinkind unter der Berufstätigkeit seiner Mutter leidet. Außerdem glauben sie, dass eine Frau ohne Kind kein erfülltes Leben führen kann.

Im echten Leben nur bei einer Minderheit verbreitet

Vor allem Frauen, die sich selbst als religiös bezeichnen, vertreten laut Studie öfter ein traditionelles Rollenbild. Auch verheiratete Mütter neigen eher zu solchen Überzeugungen. Frauen mit niedriger oder mittlerer formaler Bildung teilen diese Ansichten häufiger als hochgebildete Frauen.

Das Ergebnis der Studie zeigt: Auch wenn Tradwives in den sozialen Netzwerken viel Aufmerksamkeit bekommen, sind ihre traditionellen Rollenbilder im echten Leben nur bei einer Minderheit verbreitet. Die große Mehrheit der jungen Frauen in Deutschland setzt dagegen auf Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann.

Von den befragten jungen Frauen sprechen sich 62,2 Prozent für eine partnerschaftliche Aufteilung von Familie und Beruf aus und stehen hinter gleichstellungsbezogenen Grundsätzen. Knapp ein Fünftel (19,3 Prozent) unterstützt Gleichstellung zwar grundsätzlich, hält aber Vollzeitjobs von Müttern und Eltern insgesamt für schwer vereinbar mit den Bedürfnissen der Kinder.

Für die familiendemografische Studie Freda wurden insgesamt 2.709 Frauen zwischen 20 und 30 Jahren befragt. Die Daten stammen aus den Jahren 2021 und 2023.

{title && {title} } red, {title && {title} } 23.10.2025, 10:01
Jetzt E-Paper lesen