Bei RB Leipzig brennt nach drei Pleiten in Serie der Hut: Der Saisonstart unter Trainer Martin Demichelis verlief zunächst vielversprechend, mittlerweile steckt der Bullen-Klub aber in der Krise. Nun taucht ein prominenter Name als möglicher Nachfolger auf: Julian Nagelsmann.
Wie "Sky" berichtet, sollen einzelne Verantwortliche bereits über eine Rückkehr des 39-Jährigen nachdenken. Besonders brisant: Auch Red-Bull-CEO und Leipzig-Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff gilt weiterhin als großer Befürworter des ehemaligen Trainers.
Nagelsmann kennt den Klub bestens. Von 2019 bis 2021 stand er bei den Sachsen an der Seitenlinie und führte Leipzig unter anderem ins Halbfinale der Champions League sowie zur deutschen Vizemeisterschaft.
Mit seinen Erfolgen etablierte er den Klub endgültig in der Bundesliga-Spitze. Entsprechend hoch soll sein Ansehen bei den Verantwortlichen bis heute sein. Seit seinem Aus als deutscher Bundestrainer nach der WM im Sommer ist Nagelsmann ohne Trainerjob. Eine Rückkehr nach Leipzig wäre damit grundsätzlich möglich.
Konkrete Gespräche oder Verhandlungen gibt es laut Bericht allerdings noch nicht. Demichelis soll vorerst weiter das Vertrauen erhalten.
Dabei hatte die Amtszeit des 45-jährigen Argentiniers zunächst vielversprechend begonnen. Im Sommer übernahm Demichelis das Traineramt von Ole Werner, der Leipzig zuvor mit einem Punkteschnitt von 1,95 zurück in die Champions League geführt hatte.
Die Klubführung erhoffte sich vom Trainerwechsel noch intensiveren und attraktiveren Fußball. Zunächst schien der Plan aufzugehen. Leipzig fertigte Eintracht Trier im DFB-Pokal mit 6:0 ab, besiegte Borussia Mönchengladbach mit 3:0 und schoss den Hamburger SV mit 5:0 aus dem Stadion.
Doch dann folgte der Einbruch. Gegen Werder Bremen setzte es eine 1:3-Niederlage, in der Champions League ging Leipzig gegen Como mit 1:4 unter. Zuletzt folgte eine 0:2-Pleite gegen Bayer Leverkusen.
Viel Zeit, um die Krise zu beenden, bleibt Demichelis nicht. Im Oktober warten gleich sieben Pflichtspiele in drei Bewerben auf die Sachsen. Besonders schwierig wird es gegen Eintracht Frankfurt und Bayern München in der Bundesliga. In der Champions League bekommt es Leipzig mit PSV Eindhoven und Real Madrid zu tun.