Die Alpinen Einsatzgruppen der österreichischen Polizei haben ihre Jahresbilanz für den Zeitraum November 2024 bis Oktober 2025 vorgelegt – und die Zahlen sprechen für sich: 10.851 Einsätze wurden absolviert, 266 davon endeten tödlich. Insgesamt waren 16.317 Personen betroffen.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) lobt die Arbeit der Spezialkräfte: "Zwei Drittel Österreichs sind alpines Gelände – umso wichtiger ist eine gut ausgebildete und ausgerüstete Alpinpolizei. Österreichs Alpine Einsatzgruppen sind genau wegen dieser hohen Qualität international anerkannt und diese Erfahrung ist auch in Nachbarländern gefragt."
Zum Kernauftrag der Alpinpolizei zählen Suchaktionen, Ermittlungen, Grenzüberwachung und Hilfe bei Notlagen in schwierigem Gelände. Dabei sind von 506 AEG-Mitgliedern nur ein kleiner Teil hauptberuflich im Alpindienst tätig – der Großteil wird bei Bedarf aus normalen Polizeiinspektionen eingesetzt.
Die Anforderungen an die Einsatzkräfte sind hoch. Um die Sicherheit im Gebirge gewährleisten zu können, sind spezielle Alpinausbildungen Pflicht. Diese sichern nicht nur professionelle Hilfe, sondern liefern auch gerichtsfeste Ergebnisse bei Ermittlungen. Die Alpinpolizei ist zudem international vernetzt und hat in mehreren europäischen Ländern beim Aufbau vergleichbarer Strukturen mitgewirkt.
Für die kommende Wintersaison mahnt Alpindienstleiter Oberst Hans Ebner zur Vorsicht:
"Insbesondere bei Unternehmungen außerhalb des organisierten Schiraums ist es notwendig, den Lawinenlage- und Wetterbericht einzuholen, die Tour ordentlich zu planen und sich gerade bei den ersten Touren nicht zu übernehmen. Weiters ist eine passende Notfallausrüstung Pflicht – Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel, Sonde, Erste-Hilfe-Material und ein vollständig geladenes Mobiltelefon."
Im Notfall helfen die Nummern 112 (Euronotruf) und 140 (Bergrettung), rasch Unterstützung zu erhalten.