Am Montag verunfallte die ehemalige deutsche Biathletin Laura Dahlmeier am Laila Peak in Pakistan. Die 31-Jährige geriet auf 5.700 Metern über Meer in einen Steinschlag. Jetzt bewahrheiten sich die schlimmsten Befürchtungen: Dahlmeier hat den Unfall nicht überlebt.
Da das Gebiet derart abgelegen ist, konnte ein Rettungshelikopter erst einen Tag später, am Dienstag, zur Unfallstelle fliegen. Beim Überflug sei festgestellt worden, dass Dahlmeier mindestens schwer verletzt sei. Lebenszeichen seien schon dort keine zu erkennen gewesen.
Seit Ende Juni ist Laura Dahlmeier gemeinsam mit Freunden in der Region Kaschmir unterwegs. Sie hatte am 8. Juli bereits erfolgreich den Great Trango Tower (6.287 m) bestiegen. Der Laila Peak war das zweite geplante Gipfelziel in der Region.
Sie ist die erfolgreichste deutsche Biathletin des vergangenen Jahrzehnts. Dahlmeier gewann in Pyeongchang zwei olympische Goldmedaillen und insgesamt sieben Weltmeistertitel. Vor allem durch die WM 2017 in Hochfilzen wurde sie berühmt, als sie bei sechs Wettkämpfen fünfmal Gold und einmal Silber holte. In der Saison 2016/17 errang sie außerdem den Sieg im Gesamtweltcup.
Im Mai 2019 beendete die Oberbayerin dann im Alter von 25 Jahren überraschend ihre Karriere als Leistungssportlerin. Sie erklärte damals, dass sie als Biathletin keine sportlichen Ziele mehr habe.
Die Deutsche ließ sich in der Folge zur staatlichen Berg- und Skiführerin ausbilden. Neben ihren Klettertouren war Dahlmeier zuletzt auch immer wieder als TV-Expertin für das ZDF aktiv.
In Interviews sprach sie oft über die "Demut in den Bergen" und warnte vor Selbstüberschätzung: "Wer in die Höhe geht, muss wissen, dass er auch nicht zurückkommen kann."