Nach Haftbefehl-Doku

Trotz Top-Platz: Ö3 lässt Reinhard Mey bei Charts aus

Die Netflix-Doku "Babo" ist seit Wochen das Thema Nummer 1. Nicht nur innerhalb der Musikszene. Doch ein Song sticht dabei besonders heraus.
Heute Entertainment
11.11.2025, 13:26
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Die Szene sorgte bei fast allen Zuschauern für einen Gänsehaut-Moment: Rapper Haftbefehl wirkt abwesend. Seine Augen blicken in die Leere. Mit einem Mal sieht er den Kameramann, winkt ihn zu sich und meint, er müsse ihm etwas zeigen.

In einem Raum, der wie ein begehbarer Kleiderschrank wirkt, spielt der Musiker plötzlich einen Song ab, mit dem wohl niemand gerechnet hat: "In meinem Garten, in meinem Garten blühte blau der Rittersporn".

Nach 55 Jahren in den Charts

Haftbefehls versucht noch mit letzter Kraft den Text mitzusingen. Es klappt nicht ganz. Das Bild rührte sogar die härtesten Gangster zu Tränen.

Der Song von Reinhard Mey wird seitdem millionenfach gestreamt und gekauft. In Deutschland platzierte sich der Song, aus dem Jahr 1970, auf Platz 15 der Charts. In Österreich immerhin auf Platz 21.

Verrückt: Nach seiner Veröffentlichung war der Song nicht in der Hitparade. Erst 55 Jahre später (!) gelang der Einstieg in die Charts.

Ö3 selbst ließ den Song jedoch am Montag in der Chart-Show aus. Zugegeben: Es war nicht der einzige Song, der übersprungen wurde. Dennoch schmälert dieses Auslassen ein wenig den späten Erfolg des Liedes.

Wie auch immer: Reinhard Mey freut sich über das "späte Kompliment", wie er selbst sagt. Auch an Haftbefehl schrieb der Liedermacher rührende Worte. Dabei spricht er den Rapper mit seinem bürgerlichen Namen an: "Danke Aykut, für deine Zuneigung und all das, was gerade daraus in unserem Garten erblüht."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 11.11.2025, 15:22, 11.11.2025, 13:26
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