Inmitten der Grönland-Krise tobt US-Präsident Donald Trump nun weiter und kritisiert NATO-Partner Großbritannien für eine strategische Entscheidung im Indischen Ozean.
Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: "Dass Großbritannien ein extrem wichtiges Stück Land verschenkt, ist ein Akt riesiger Dummheit und ein weiterer in einer sehr langen Reihe von Gründen der nationalen Sicherheit, warum Grönland erworben werden muss."
Trump bezieht sich auf die Chagos-Entscheidung, die am 22. Mai 2025 unterschrieben wurde. Die für Trump entscheidende Insel Diego Garcia, auf der ein gemeinsam von Großbritannien und den USA genutzter Militärstützpunkt liegt, ist ausgenommen. Die Insel soll trotz der Souveränität von Mauritius noch mindestens 99 Jahre unter britischer Kontrolle bleiben. Hierfür zahlen die Briten eine Pachtgebühr von 101 Millionen Pfund, das entspricht 116 Millionen Euro, im Jahr.
Der Deal wurde von der US-Regierung ausdrücklich begrüßt. Dem britischen Premier zufolge auch von Trump persönlich. US-Außenminister Marco Rubio sagte damals, Trump habe seine "Unterstützung für diese monumentale Errungenschaft" zum Ausdruck gebracht.
Ohne den Kontext des Pachtvertrages schrieb Trump jetzt, Großbritannien plane, die Insel Diego Garcia an Mauritius abzugeben. Es gebe "keinen Zweifel" daran, dass China und Russland diesen "Akt der totalen Schwäche" bemerkt hätten. Eine mutmaßliche Bedrohung durch diese beiden Staaten führt Trump als Hauptgrund an, weshalb die USA das zum Königreich gehörende Grönland besitzen müsste.
Die Chagos-Inseln liegen inmitten des Indischen Ozeans. Starmer hatte die Lage des Militärstützpunkts als von "größter Bedeutung für Großbritannien" bezeichnet. Der Stützpunkt sei einer der wichtigsten Beiträge, die das Land in der Sicherheitspartnerschaft mit den USA leiste.