Buslinien 218 und 246

"Unzumutbar" – Schulweg zum Gym sorgt für Kritik

Ziel ist es in Unterwaltersdorf und Himberg, die aktuell als "unzumutbar" bezeichneten Zustände auf den Buslinien 218 und 246 zu entschärfen.
Erich Wessely
02.02.2026, 10:22
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Der tägliche Schulweg zum Don‑Bosco‑Gymnasium Unterwaltersdorf sorgt weiterhin für Kritik. Die Himberger Gemeinderäte Johannes Kraigher, Michael Sippel und Alfred Hoch haben gemeinsam mit dem Moosbrunner Bürgermeister Paul Frühling sowie zahlreichen Eltern eine Beschwerde an die NÖVOG übermittelt.

Ziel ist es, die aktuell als "unzumutbar" bezeichneten Zustände auf den Buslinien 218 und 246 zu entschärfen. Auch der Schuldirektor des Gymnasiums, Martin Radatz, kennt die Problematik und hat mit seiner Unterschrift die Beschwerde bereits unterstützt.

Lange Wartezeiten und überlastete Busse

Vor allem die morgendlichen Verbindungen stellen für viele Familien ein Problem dar. Wer in Pellendorf um 6.24 Uhr in die Linie 218 einsteigt, muss in Himberg rund 20 Minuten auf den Anschluss warten. Bei winterlichen Temperaturen sei dies für die Kinder kaum zumutbar, heißt es in dem Schreiben.

Zusätzlich ist die Linie 246 auf dem Weg nach Unterwaltersdorf laut Eltern und Gemeinderäten regelmäßig überfüllt. Bereits in Velm gebe es oft kaum mehr Platz für weitere Fahrgäste, wodurch Kinder aus Moosbrunn Schwierigkeiten haben, überhaupt zuzusteigen. Fotos aus dem Bus zeigen dichtes Gedränge. Die Gemeindevertreter warnen vor einer "erhöhten Unfallgefahr" und verlangen zusätzliche Kapazitäten in den Spitzenzeiten.

Probleme auch am Heimweg

Nach Unterrichtsschluss verschärft sich das Bild. Die Schülerinnen und Schüler erreichen Himberg mit der Linie 246 um 13.40 Uhr, während die Weiterfahrt Richtung Pellendorf erst um 14.31 Uhr möglich ist. Die Wartezeit von knapp 50 Minuten sorgt laut Eltern seit Monaten für Unmut.

Für Kinder in der Nachmittagsbetreuung verlängern sich die Wege zusätzlich: Die Rückfahrt nach Himberg dauert teilweise an die 60 Minuten, da die bestehende Verbindung über Umwege führt.

Steigender Verkehr durch Elterntaxis

Weil ihnen die öffentlichen Verbindungen zu unzuverlässig erscheinen, bringen viele Eltern ihre Kinder inzwischen selbst nach Himberg oder holen sie dort ab. Das führe zu zusätzlichen Verkehrsbelastungen – ein Effekt, den Gemeinden und Elternvertreter kritisch sehen.

Gemeinderat beschließt Maßnahmen

Bereits im Oktober wurde im Himberger Gemeinderat ein ÖVP-Antrag auf Verdichtung der Taktung und eine bessere Abstimmung der Linien 218 und 246 angenommen. Die Gemeindevertreter Sippel, Kraigher und Hoch sowie Bürgermeister Frühling drängen nun auf eine zeitnahe Umsetzung.

Eine Stellungnahme der NÖVOG stehe derzeit noch aus: Die Verantwortlichen zeigen sich jedoch optimistisch, dass es – im Interesse der Sicherheit und des Wohlbefindens der Schülerinnen und Schüler – rasch zu Verbesserungen kommen kann, so die Hoffnung.

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