Im Prozess rund um die tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz wird am Donnerstag um 10 Uhr am Landesgericht Zweibrücken das Urteil verkündet.
Angeklagt ist ein damals 26-jähriger Mann. Ihm wird vorgeworfen, Anfang Februar bei einer Kontrolle dem Zugbegleiter so stark gegen den Kopf geschlagen zu haben, dass dieser das Bewusstsein verlor.
Der Verdächtige wurde noch im Zug festgenommen. Der Zugbegleiter musste reanimiert werden, verstarb aber zwei Tage später im Spital.
Die Tat sorgte für großes Entsetzen und löste eine breite Debatte über die Sicherheit vom Zugpersonal und die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft aus.
Ursprünglich hat die Staatsanwaltschaft dem Mann Mord vorgeworfen. Das Gericht sah dafür aber keine ausreichenden Beweise und geht von keiner Tötungsabsicht aus.
Im Prozess hat die Anklage zwölf Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine mildere Strafe.