Ein Auftritt mit Rap-Superstar Nicki Minaj sorgt im US-Wahlkampf für Aufregung. Präsident Donald Trump machte der Musikerin auf offener Bühne ein ziemlich derbes Kompliment – und erntete dafür Kritik im Netz.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Port Huron im US-Bundesstaat Michigan stand nicht nur die bevorstehende Kongresswahl im Mittelpunkt. Trump holte Minaj auf die Bühne und bezeichnete sie als "Königin des Rap".
Anschließend sorgte er mit einer Bemerkung über ihr Aussehen für Aufsehen. Trump lobte ihren "verdammt schönen Arsch" und fügte hinzu: "Der ist schwer zu übersehen." Ein Video der Szene verbreitete sich auf der Plattform X und löste zahlreiche Reaktionen aus.
In den sozialen Medien stießen Trumps Worte bei mehreren Nutzern auf Kritik. "Unangenehm", schrieb ein User zu dem Video des Auftritts. Ein anderer bezeichnete den US-Präsidenten als "stillosen Verrückten".
Minaj selbst war bei der Veranstaltung als Unterstützerin Trumps aufgetreten. Sie stimmte "We love Trump"-Sprechchöre an und rief dazu auf, bei den bevorstehenden US-Zwischenwahlen die Kandidaten der Republikaner zu unterstützen.
Die Musikerin war am Sonntag gemeinsam mit Trump in der Air Force One nach Michigan geflogen. Ein Video aus der Präsidentenmaschine veröffentlichte sie anschließend auf X. Darin präsentierte sich die Rapperin als "AirForceOneBARBIE".
Bereits im Juli hatte Minaj ein gemeinsames Foto mit Trump aus dem Oval Office geteilt. Damals bezeichnete sie sich als "WhiteHouseBarbie mit ihrem Lieblingspräsidenten aller Zeiten".
Für weitere Aufmerksamkeit sorgte auch Steven Cheung, der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses. Er veröffentlichte auf X ein Video, in dem er Nicki Minaj während des Flugs in der Air Force One interviewte.
Dazu schrieb er scherzhaft: "Meine Damen und Herren, ich denke, wir könnten die neue Pressesprecherin des Weißen Hauses gefunden haben!" In dem Gespräch erklärte Minaj, weshalb sie Trump unterstützt. Sie verwies dabei auf seine wirtschaftlichen Fähigkeiten und seine aus ihrer Sicht starke Rolle auf internationaler Ebene.
Die aus Trinidad und Tobago stammende Sängerin, die unter anderem mit dem Hit "Anaconda" bekannt wurde, zählt inzwischen zu Trumps prominentesten Unterstützern in der Musikbranche. Das war nicht immer so: Während seiner ersten Amtszeit hatte sie den Republikaner noch wegen seiner strengen Einwanderungspolitik kritisiert.