Vier Monate ohne Strom, leere Supermärkte und eine Welt, in der das Recht des Stärkeren gilt: In der zweiten Staffel der Serie "Alles finster" geht der Überlebenskampf ab 9. November auf ORF1 (20.15 Uhr) weiter. Und diesmal wird es für die Bewohner des fiktiven Dorfes Kekenberg an der Della noch ungemütlicher.
Die Lage ist nach einem europaweiten Blackout dramatisch: Schätzungen zufolge haben 30 Prozent der Bevölkerung die Katastrophe nicht überlebt. Geschäfte, Apotheken und Lager sind geplündert, Radio gibt es längst keines mehr. Informationen verbreiten sich nur noch über Funk.
Wer sein Dorf verlässt, riskiert sein Leben. Auf den Straßen herrscht Anarchie, bewaffnete Gruppen ziehen durch die Gegend. Auch in Kekenberg wächst die Angst. Einige Bewohner, die auf Nahrungssuche gegangen sind, sind nie zurückgekehrt. Und als wäre das nicht genug, steht der Winter vor der Tür. Lebensmittel, Medikamente und Munition werden immer knapper.
Neben Martina Ebm, der neuen "Tatort"-Kommissarin Miriam Fussenegger und Michael Edlinger ist auch Hilde Dalik ist in der zweiten Staffel wieder Teil des hochkarätigen Casts. "Ich hoffe, dass so ein Szenario niemals wirklich passiert", sagt die Schauspielerin im "Heute"-Gespräch, die in der Blackout-Serie eine stillende Mutter und Wirtin spielt. "Ich müsste mich sicher besser vorbereiten", gibt sie zu.
"Das Besondere an der Serie: Es werden so viele unterschiedliche Geschichten erzählt, man kann sich seinen Lieblingsstrang aussuchen. Ich stehe zwischen zwei Männern, will aber hauptsächlich, dass es meinem Kind gut geht und, dass alle ein kleines Opfer bringen."
In den sechs neuen Folgen überschlagen sich die Ereignisse: Ein verheerender Hagelsturm zerstört die letzte Ernte des Dorfes. Eine Bürgermeisterwahl sorgt für heftige Spannungen innerhalb der Gemeinschaft. "Wir sehen das Dorf in einem sehr tristen Zustand wieder. Es gibt schon sehr lange keinen Strom, es ist eine relative Resignation und Verzweiflung spürbar", gibt Dalik die Stimmung wieder.
Plötzlich taucht auch ein alter Bekannter wieder auf, dessen Rückkehr neue Fragen aufwirft. Besonders brenzlig wird es, als ein Bewohner hinter einer verschlossenen Bunkertür festsitzt. Gleichzeitig treiben Gesetzlose in der Umgebung ihr Unwesen. "Wir haben immer gesagt, wir müssen zusammenzuhalten. Das ist die Überlebensstrategie. Sich alleine durchzukämpfen, funktioniert nicht, miteinander kommt man weiter", so die Erkenntnis aller. "Es war immer wieder so, dass sich Menschen in Notsituationen letztlich helfen."
Mit dabei sind diesmal außerdem Tambet Tuisk, Lukas Watzl, Christian Strasser, Bettina Mittendorfer, Michael A. Grimm, Julia Edtmeier, Rainer Wöss, Ben Winkler, Jakob Seeböck, Tobias Resch und Simon Hatzl.