Immer mehr Österreicher werden von Viren K.o. geschlagen. Innerhalb einer Woche ist die Zahl der offiziell krank Gemeldeten um mehr als 28.000 angestiegen. Derzeit liegen laut Österreichischer Gesundheitskasse (ÖGK) 253.824 Menschen krank im Bett – diese Zahl inkludiert allerdings keine Schüler oder Selbstständigen, ist also in Wahrheit noch deutlich höher.
Dabei dominiert weiterhin die besonders aggressive Influenza A(H3N2)subcladeK. Die Variante gilt als besonders ansteckend und kann vor allem bei älteren Menschen, chronisch Kranken und Kindern zu schweren Krankheitsverläufen führen.
Der Ansturm auf die Spitäler ist mittlerweile so hoch, dass etwa in der Klinik Klagenfurt die Maskenpflicht wieder eingeführt wurde.
"Insgesamt sind die Krankenstandszahlen in der vergangenen Woche weiter gestiegen, vor allem im Bereich der grippalen Infekte. Erkrankungen mit der echten Grippe sind zwar leicht gesunken, dennoch darf die Influenza keinesfalls unterschätzt werden", sagt Dr. Andreas Krauter, Chefarzt der ÖGK.
Weiterhin empfehlen die Experten, "die kostenlose Grippeimpfung in Anspruch zu nehmen, da sie den wirksamsten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bietet."
Eine weitere Warnung spricht der Chefarzt aus: "Gerade im Zusammenhang mit Infekten der Atemwege spielt auch der persönliche Lebensstil eine wichtige Rolle. Rauchen erhöht – unter anderem durch die Entstehung einer chronischen Bronchitis – das Risiko für Atemwegsinfekte deutlich. Ein Rauchstopp kann daher einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Gesundheit leisten."