In Jahren, in denen der Wind den Vögeln ordentlich unter die Flügel greift, sind sie seltener gemeinsam unterwegs. Das hat ein Team rund um Leonida Fusani von der Veterinärmedizinischen Universität Wien im Fachjournal "Royal Society Open Science" herausgefunden. Dabei wurde besonders die Insel Ponza unter die Lupe genommen.
Wenn der Wind den Flug vom Süden übers Meer schwer macht, rasten dort öfter verschiedene Vogelarten gleichzeitig. So treffen etwa Gelbspötter, Schilfrohrsänger, Gartengrasmücken und Pirolen gemeinsam auf Ponza ein. Auch Turteltauben und Bienenfresser teilen sich bei solchem Wetter oft die Insel. Rauchschwalben sind dort oft mit Mehlschwalben unterwegs, während Nachtigallen mit dem Wendehals zusammen anzutreffen sind.
Über die achtzehn Jahre, in denen die Vögel beobachtet wurden, ist die Wahrscheinlichkeit für gemeinsame Reisen gestiegen. Die Forscher schreiben, dass das wohl an veränderten Jahresrhythmen und schlechter werdenden Umweltbedingungen liegt.