Bereits seit September ist in Deutschland ein starker Anstieg der Geflügelpest zu verzeichnen. Die Ursache: der seit einigen Wochen stattfindende Vogelzug in die Überwinterungsgebiete. Vor allem in den vergangenen zwei Wochen ist es sowohl bei Wildtieren als auch bei Geflügel zu einem starken Anstieg der Krankheit gekommen.
Die bitteren Auswirkungen sind auch in Österreich spürbar. Infektionen wurden bei Wildvögeln in fünf Gebieten festgestellt. Es hat u.a. Schwäne im Bezirk Linz-Land erwischt. Laut aktuellem Stand waren bisher keine gehaltenen Tiere betroffen.
Die Stadt Wels hat unterdessen bekanntgegeben, dass ihr Zoo Vorkehrungen trifft, um die dortigen Vögel zu schützen: Gänse und Schwäne sind nicht mehr auf dem Parkteich zu sehen. Außerdem befinden sich alle Kraniche und Marabus in den Volieren.
Generell werden die gefiederten Tiere, wo immer möglich, nur mehr im Innen- oder überdachten Bereich gefüttert. Hühnerartige Vögel – etwa Pfaue oder Hendln –, die Zugang zu Oberflächenwasser haben und diese als Tränke nutzen, sind ebenfalls nicht mehr im Freien.
Vor den Tierhäusern nutzen die Mitarbeiter Seuchenteppiche. Die Besucher werden nun noch eindringlicher ersucht, keine Wildenten zu füttern.
Das Tiergarten-Team bittet die Bevölkerung um Verständnis für die Maßnahmen. Nähere Informationen dazu gibt es direkt vor Ort und im Internet: wels.at/tiergarten.