Was für eine Herausforderung: Christian Högl aus der Wachau startet kommenden Dienstag, am 9. Juni, beim Schloss Schönbrunn in Wien zu einem Lauf, der ihn quer durch Europa führen soll. Sein Ziel: Nizza, Frankreich. Dazwischen liegen rund 2.000 Kilometer, 110.000 Höhenmeter und sieben Länder.
Mit seinem Benefizprojekt "35 Tage - 7 Länder - 7 Gipfel" will der 47-Jährige auf sogenannte Schmetterlingskinder aufmerksam machen. So werden Menschen genannt, die an Epidermolysis bullosa, kurz EB, leiden. Ihre Haut ist extrem verletzlich – so empfindlich wie die Flügel eines Schmetterlings. Schon kleinste Berührungen können Blasen, offene Wunden und starke Schmerzen auslösen.
Rund 500 Menschen in Österreich leben mit der seltenen, derzeit unheilbaren Krankheit. In Europa sind es etwa 30.000 Betroffene. Högl will mit seinem Lauf Spenden für DEBRA Austria sammeln und die Forschung sowie die Versorgung im EB-Haus Austria unterstützen.
Besonders auffällig: Der Niederösterreicher nimmt die extreme Tour alleine und ohne ein Begleitteam in Angriff. Auf seinem Plan stehen die höchsten Berge von sieben Alpenländern: Großglockner in Österreich, Triglav in Slowenien, Zugspitze in Deutschland, Vordere Grauspitze in Liechtenstein, Dufourspitze in der Schweiz, Mont Blanc in Frankreich und Gran Paradiso in Italien.
Nach spätestens 35 Tagen will Högl in Nizza ankommen, im Schnitt muss er also 57 Kilometer pro Tag überwinden. Geplant ist die Ankunft für den 12. Juli 2026. Bis dahin warten Hitze, Kälte, Schmerzen, Schlafmangel und mentale Grenzerfahrungen auf ihn.
"Ich wollte schon immer ein soziales Projekt unterstützen", sagt Högl. Durch Zufall sei er auf das Schicksal der Schmetterlingskinder gestoßen. "Von da an war für mich klar, wofür ich diesen Lauf mache."
Auch DEBRA-Austria-Obmann Rainer Riedl zeigt sich beeindruckt: "Wir freuen uns sehr über den außergewöhnlichen Einsatz von Christian Högl für die Schmetterlingskinder und bedanken uns herzlich für seine Unterstützung. Solche Initiativen sind für uns von unschätzbarem Wert. Sie helfen dabei, die Forschung auf dem Weg zu Linderung und Heilung von Epidermolysis bullosa weiter voranzutreiben."