Der Krieg im Nahen Osten hat nun auch spürbare Folgen für Konsumenten in Indien. Dort wird Cola Light plötzlich knapp.
Wie zwei Vertriebspartner von Coca-Cola gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters berichteten, kommt es derzeit zu Lieferproblemen bei dem Getränk. Das Unternehmen habe sie über eine Rationierung informiert und könne Bestellungen nicht vollständig erfüllen. Hintergrund sei ein Mangel an Aluminiumdosen.
In Indien werden Softdrinks zwar meist sowohl in Plastikflaschen als auch in Dosen verkauft – Cola Light ist jedoch ausschließlich in Dosen erhältlich. Genau das wird nun zum Problem.
Die Ursache liegt in der angespannten Lage in der Golfregion: Rund neun Prozent der weltweiten Aluminiumproduktion entfallen auf diese Gegend. Seit Ende Februar ist der Handel durch die weitgehende Blockade der Straße von Hormus durch den Iran massiv beeinträchtigt.
Auch aus der Branche werden Verzögerungen bestätigt. Ein Vertreter erklärte, dass sich Lieferungen importierter Dosen nach Indien aktuell verzögern. Ein Lebensmittelhändler aus dem Bundesstaat Uttar Pradesh berichtet zudem, dass Bestellungen von Cola Light verspätet eintreffen.
Stattdessen setzt Coca-Cola offenbar verstärkt auf Alternativen: Laut dem Händler drängt das Unternehmen derzeit auf den Verkauf von Cola Zero, das in Plastikflaschen abgefüllt wird. Eine offizielle Stellungnahme von Coca-Cola dazu gibt es nicht.