Alkohol ist ungesund – darüber sind sich Experten weitgehend einig. Doch neue Forschung zeigt: Die Art des alkoholischen Getränks könnte eine Rolle spielen, wenn es um die gesundheitlichen Folgen geht.
Eine große Studie mit mehr als 340.000 Erwachsenen aus Großbritannien kommt zu dem Ergebnis, dass Bier, Cider und Spirituosen mit einem höheren Sterberisiko verbunden sind, während moderater Weinkonsum mit einem geringeren Risiko einhergeht.
Doch auch bei geringem bis moderatem Konsum zeigten sich Unterschiede:
Wer regelmäßig Bier, Cider oder Spirituosen trank, hatte ein höheres Sterberisiko – selbst bei kleinen Mengen.
Anders sieht es bei Wein aus: Menschen, die in Maßen Wein tranken, hatten ein um 21 Prozent geringeres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.
Denn Wein wird häufiger zu Mahlzeiten und von Menschen mit insgesamt gesünderer Ernährung konsumiert. Bier und Spirituosen hingegen stehen öfter im Zusammenhang mit weniger gesunden Gewohnheiten.
Trotz dieser Unterschiede betonen die Forscher: Alkohol bleibt grundsätzlich ein Gesundheitsrisiko. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass nicht nur die Menge, sondern auch die Art des Alkohols eine Rolle spielt", erklärt Studienautorin Zhangling Chen. Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen oder Herzproblemen könnten die Risiken noch höher sein.
Weitere Studien zeigen zudem, dass Alkohol auch das Gehirn schädigen kann. So wurde ein Zusammenhang zwischen höherem Alkoholkonsum und einem erhöhten Demenzrisiko festgestellt. Bereits ein bis zwei alkoholische Getränke täglich können laut Untersuchungen mit Veränderungen im Gehirn und geringerem Gehirnvolumen verbunden sein.