319 Mitarbeiter betroffen

Weltbekannter Traditionsbetrieb nach 176 Jahren pleite

Über 300 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs: Wie der KSV1870 mitteilt, ist ein weltweit führender Automobilzulieferer aus Niederösterreich insolvent.
Newsdesk Heute
16.01.2026, 16:10
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Schon 1850 wurde das Unternehmen ursprünglich als Teppichweberei gegründet. In letzter Zeit verdiente man hingegen als Erzeuger, Verarbeiter und Vertreiber von Innenausstattung für die Automobilindustrie sein Geld. Über viele Jahrzehnte hat sich das Unternehmen zu einem weltweit anerkannten Automobilzulieferer im Premiumfahrzeugsegment entwickelt.

Die EITEK GmbH gehört laut eigenen Angaben zu den führenden Lieferanten für einige der prestigeträchtigsten Automarken der Welt. All das half nichts: Die Firma aus Ebergassing (Bezirk Bruck an der Leitha) musste ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragen.

319 Mitarbeiter betroffen

Laut KSV1870 hat die EITEK GmbH ihre Zahlungen eingestellt und beim Landesgericht Korneuburg den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens gestellt. Das Verfahren wurde noch nicht eröffnet, es ist aber zeitnah damit zu rechnen.

Es werden aktuell 319 Mitarbeiter (83 Angestellte und 236 Arbeiter) beschäftigt. Die Passiva belaufen sich auf rund 36 Millionen Euro. Laut vorliegenden Informationen würden sich diese Verbindlichkeiten im hypothetischen Schließungsfall drastisch erhöhen. Die Rede ist von möglichen Schadenersatzforderungen in der Höhe von bis zu 109 Millionen Euro. 272 Gläubiger sind betroffen, Dienstnehmer nicht einberechnet.

Unternehmen soll fortgeführt werden

Laut KSV1870-Informationen sind die Insolvenzursachen auf Umsatzrückgänge als Folge der allgemeinen Krise der gesamten Automotive-Branche zurückzuführen. Das Unternehmen soll nun durch Umsetzung eines Restrukturierungs- und Sanierungskonzeptes unter Eigenverwaltung fortgeführt werden.

Gläubigern wird im Rahmen des beantragten Sanierungsverfahrens eine Sanierungsplanquote von 30 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme, geboten. Hierbei handelt es sich vorerst lediglich um das erste Formalangebot. Es wird nun zu prüfen sein, ob die angebotene Quote angemessen und erfüllbar ist, so Peter Stromberger vom KSV1870.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.01.2026, 16:45, 16.01.2026, 16:10
Jetzt E-Paper lesen