17 Jahre nach einer brutalen Messerattacke auf einen Wiener Kriminalbeamten wurde ein ehemaliger "Most Wanted"-Kandidat jetzt nach Österreich ausgeliefert, sitzt hinter Gittern. Im Jahr 2009 soll der gefährliche Kriminelle bei einer Personenkontrolle im Anton-Baumann-Park einem jungen Kriminalbeamten ein Messer ins Herz gerammt haben, bevor sich ins Ausland absetzte.
Der Polizist überlebte trotz durchstochenem Lungenflügel und verletzter Aorta, weil eine zufällig in der Nähe gewesene Ärztin ihm als Ersthelferin das Leben rettete. Bereits nach acht Wochen konnte der Offizier zurück in den Dienst. Aktuell bekleidet er übrigens einen hohen Posten beim Staatsschutz.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >
Der Verdächtige hingegen konnte rasch nach der Tat in Deçan im westlichen Kosovo lokalisiert werden. Da es jedoch zwischen beiden Staaten keinerlei Kooperationen gab, konnte er erst nach dem von Österreich unterstützten Aufbau eines Zielfahnder-Büros im Jahr 2016 geschnappt werden. Der Mafiosi hatte zwischenzeitlich im bitterarmen Dorf "wie die Made im Speck", im totalen Luxus gelebt, wurde von der Festnahme völlig überrascht.
Seine Auslieferung scheiterte dann aber dennoch an fehlenden rechtlichen Voraussetzungen. Nach einem seltsam-milden Urteil in Pristina kam der gefährliche Gangster nach wenigen Jahren wieder frei. Doch im Mai 2025 tappte er an der albanischen Grenze erneut in die Behördenfalle. Denn der damals von Österreich erwirkte Haftbefehl bestand weiterhin. Und: Albanien forcierte als EU-Beitrittskandidat die Auslieferung.
Diesen Dienstag landete der mittlerweile 42-Jährige mit per Linienflieger aus Tirana, soll nun in St. Pölten einsitzen. Dort bestätigte die Staatsanwaltschaft den ungewöhnlichen Fall samt neuem Mordversuchsverfahren gegenüber "Heute". Die ausländische Gerichtsentscheidung wird nämlich von unserer Justiz nicht anerkannt. Beim erneuten Mordversuchsprozess droht ihm lebenslang! Zumindest in Österreich gilt noch die Unschuldsvermutung.