Rund fünf Millionen Besucher strömen jedes Jahr in den Zion-Nationalpark im US-Bundesstaat Utah. Sie werden von den spektakulären Felsen und der atemberaubenden Aussicht angelockt. Doch ein Ort sticht dabei besonders heraus – Angels Landing (auf Deutsch: Landeplatz der Engel), einer der riskantesten Wanderwege weltweit.
Seit dem Jahr 2000 sind auf Angels Landing bereits 13 Menschen ums Leben gekommen. Vor allem das letzte Stück vor dem Gipfel hat es in sich: Hier bleibt nur ein schmaler Grat und eine Kette zum Festhalten, auf beiden Seiten geht es Hunderte Meter in die Tiefe.
Nach dem sogenannten Refrigerator Canyon, einer kühlen Schlucht, beginnt der anstrengende Teil der Wanderung. Über 21 Serpentinen – die "Walter’s Wiggles", benannt nach dem ersten Direktor des Nationalparks Walter Ruesch – geht es die ersten Höhenmeter hinauf, berichtet das Reisemagazin "Travelbook".
Am Scout Lookout, dem letzten Plateau vor dem riskanten Abschnitt, heißt es dann: Mut zusammennehmen. Die letzten 150 Höhenmeter verlangen nicht nur Schwindelfreiheit, sondern auch starke Nerven. Der Pfad ist extrem schmal, die Ketten zum Festhalten gibt es nur vereinzelt. Wer es aber bis ganz nach oben schafft, wird mit einer Aussicht belohnt, die ihresgleichen sucht. "Die meisten Wandernden brauchen etwa vier Stunden, um die Wanderung abzuschließen", so der National Park Service auf seiner Webseite.
So gefährlich der Weg auch ist, so groß ist der Andrang. Da auf manchen Abschnitten nur eine Person Platz hat, darf nicht jeder einfach hinauf. Wer weiter als bis zum Scout Lookout will, braucht eine eigene Bewilligung. Die wird täglich vom Nationalpark verlost – mitmachen kostet sechs Dollar.
Aber auch mit Bewilligung ist nicht garantiert, dass Du wirklich wandern kannst. Wenn das Wetter schlecht ist, können die Parkranger den Aufstieg jederzeit verbieten.