Wer ein veraltetes Betriebssystem nutzt, könnte bald vor verschlossenen Türen stehen. WhatsApp führt eine neue Sperre ein, die den Zugriff auf die App verweigert, bis das Handy aktualisiert wurde.
Statt des gewohnten Posteingangs bekommen betroffene Nutzer einen ganzseitigen Sperrbildschirm angezeigt. Dieser fordert sie auf, in den Systemeinstellungen nach einem Update für das Betriebssystem zu suchen.
Der Grund für diese Maßnahme liegt im Schutz der Nutzerkonten vor gezielten Hackerangriffen, schreibt "chip.de". Auf veralteten Betriebssystemen lauern bekannte Schwachstellen, über die Schadsoftware Daten abfangen kann, noch bevor die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp greift.
Voraussetzung ist jetzt mindestens Android 6 beziehungsweise iOS 12 für Apple-Geräte. Betroffene Nutzer wurden vorab in der App informiert. Ein Überspringen dieser Aufforderung ist nicht vorgesehen – der Messenger verweigert den Zugang konsequent.
In Österreich dürfte die Auswirkung gering sein, da hier kaum noch so alte Geräte im Einsatz sind. Wer dennoch betroffen ist und kein Update durchführen kann, muss auf ein neueres Smartphone umsteigen, um den Messenger weiterhin nutzen zu können.
Der Eingriff erfolgt als serverseitiges Update und setzt keine vorherige Aktualisierung der App über den App Store voraus. Die Server prüfen beim Verbindungsaufbau die Systemdaten des anfragenden Smartphones und können dann die Authentifizierung bei veralteten Versionen ablehnen.