Norwegens Kronprinzessin

Wie gefährlich ist Mette-Marits Lungentransplantation?

Mette-Marit steht vor einer schweren Zeit. Wegen ihrer Lungenfibrose könnte schon bald eine Lungentransplantation notwendig werden.
20.12.2025, 18:51
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Der königliche Hof hat am Freitag in einer Aussendung mit dem Titel "Aktualisierung zum Gesundheitszustand der Kronprinzessin" bekannt gegeben, dass Vorbereitungen für eine mögliche Transplantation bei Norwegens Kronprinzessin bereits laufen.

"Wir nähern uns dem Zeitpunkt, an dem eine Lungentransplantation notwendig sein wird, und treffen die erforderlichen Vorbereitungen, damit diese dann durchgeführt werden kann", heißt es darin. Kronprinz Haakon (52) erklärte im norwegischen Fernsehen, dass seine Frau Mette-Marit zwar noch nicht auf der Warteliste für ein Spenderorgan steht, aber der Zeitpunkt immer näher rückt.

Wie gefährlich ist eine Lungentransplantation?

Das Schweizer Medium "20 Minuten" hat dazu eine ausführliche Recherche veröffentlicht, die die Risiken und den Ablauf eines solchen Eingriffs näher beleuchtet.

Die erste Lungentransplantation in der Schweiz wurde 1992 am Universitätsspital Zürich durchgeführt. Mittlerweile hat man dort schon über 560 solcher Eingriffe gemacht. Die Überlebenschancen nach einer Lungentransplantation sind im internationalen Vergleich hoch: Im ersten Jahr liegt sie bei etwa 90 Prozent, nach fünf Jahren noch bei rund 75 Prozent. Das hängt aber stark von der Grunderkrankung ab, wie das Spital auf seiner Webseite erklärt.

Wie lange muss man auf eine neue Lunge warten?

Bevor man überhaupt auf die Warteliste kommt, muss genau abgeklärt werden, ob eine Transplantation infrage kommt. Bei aktivem Krebs zum Beispiel ist das nicht möglich. Auch immunologische und psychosoziale Untersuchungen stehen am Anfang. Erst dann entscheidet ein Expertenteam, ob jemand auf die Warteliste gesetzt wird. Wie schnell es dann geht, hängt von der eigenen Blutgruppe ab. Die Spenderorgane kommen von verstorbenen Spendern.

Wie läuft die Lungentransplantation ab?

Laut Universitätsspital Zürich werden bei der Operation meistens beide Lungenflügel ersetzt. Die Transplantate werden durch einen Schnitt entlang der vierten oder fünften Rippe vom Brustbein Richtung Achselhöhle eingesetzt. "Bei etwa der Hälfte der Patientinnen und Patienten muss während der Narkose zur Stabilisierung von Kreislauf und Beatmung eine Herz-Lungenmaschine eingesetzt werden. Die Operation dauert ca. sechs bis zehn Stunden", so das Unispital.

Wie sieht die Erholungsphase aus?

Nach dem Eingriff kommt man zuerst auf die Intensivstation und wird mit einem Beatmungsgerät stabilisiert. Schon nach einem Tag versucht man, die Patienten wieder selbstständig atmen zu lassen und sie auf die normale Station zu verlegen.

"Die ersten ein bis zwei Wochen können beschwerlich sein, da sich der stark geschwächte Körper zuerst von der Operation erholen muss und verschiedene Medikamente eingenommen werden müssen. Die Schmerzbehandlung spielt besonders in den ersten Tagen eine wichtige Rolle", schreibt das USZ.

Wie gestaltet sich das Leben mit der transplantierten Lunge?

Nach der Transplantation braucht man lebenslang Medikamente, damit der Körper das neue Organ nicht abstößt. "Speziell in den ersten sechs Monaten ist es wichtig, dass die kleinsten Anzeichen einer Abstoßung oder eines Infekts raschestmöglich erkannt werden und eine entsprechende Behandlung eingeleitet wird. Die Nachkontrollen werden mit der Zeit in immer größeren Abständen durchgeführt, aber eine kontinuierliche Betreuung bleibt notwendig", präzisiert das Universitätsspital. Grundsätzlich kann man mit einer neuen Lunge aber wieder fast ein normales Leben führen – sogar Sport ist meist möglich.

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