Der grauhaarige Riese kam schlecht gelaunt und ganz in Schwarz gekleidet zu seinem Stalking-Prozess am Montagmorgen am Wiener Landl. Der Angestellte soll seine frühere Lebensgefährtin von April 2025 bis zum Mai 2026 über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr beharrlich verfolgt haben. Immer wieder habe er sie vor ihrer Wohnung aufgesucht und kontaktiert – auch nach einem Kontaktverbot
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >
Laut Strafantrag lauerte er seiner Ex immer wieder auf und soll sogar mit einem Laserpointer in ihre Wohnung geleuchtet haben. Doch damit nicht genug: Mehrfach schmierte er Beschimpfungen wie "Miststück" oder "Bitch" an Wände und Gehsteig – weswegen ihm auch Sachbeschädigung vorgeworfen wird – und ließ sich unschön auf Facebook über sie aus.
"Stimmt alles nicht", gab der Angeklagte genervt zu Protokoll und bestritt jegliche Schuld. Die Ex-Freundin indes fürchtete um ihr Leben, wie sie im Zeugenstand wiedergab. "Er hat mich ständig verfolgt und sich einmal sogar hinter einem Baum versteckt", schluchzte die Frau. Da noch weitere Zeugen benötigt werden, wurde die Verhandlung auf November vertagt. Die Unschuldsvermutung gilt.