Der Spätsommer verabschiedet sich – und plötzlich klopft bereits der Winter an. Eine kräftige Abkühlung lässt die Temperaturen um bis zu zehn Grad abstürzen. In den Alpen kann dabei schon am Donnerstag der Regen in Schnee übergehen.
Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe des Donnerstagabends auf rund 1.200 Meter. Damit könnte es in höheren Lagen erstmals richtig winterlich werden.
Wie "weather.com" berichtet, sinkt die Schneefallgrenze immer weiter ab und erreicht ungefähr das Höhenniveau des Brenners. Für höhere Regionen im Alpenraum bedeutet das: Aus Regen kann Schnee werden, während in den Tälern zunächst noch keine winterlichen Verhältnisse erwartet werden. Von Schnee im Flachland ist vorerst ohnehin keine Rede. Dort macht sich der Wettersturz vor allem durch deutlich niedrigere Temperaturen bemerkbar.
Der Kälteeinbruch fällt markant aus. Innerhalb kurzer Zeit können die Temperaturen um bis zu zehn Grad zurückgehen. Damit ist der zuletzt noch spätsommerliche Eindruck endgültig vorbei. Besonders in den Bergen zeigt der Herbst nun seine kalte Seite – inklusive erster winterlicher Vorboten. Nach dem Niederschlag könnte die nächste Überraschung folgen.
Sobald die Wolken nach dem Wetterwechsel aufreißen, kann die Luft in klaren Nächten rasch auskühlen. Dadurch steigt die Gefahr von leichtem Frost und Bodenfrost. Besonders betroffen sind höher gelegene Regionen sowie Täler, in denen sich kalte Luft länger halten kann.
Zum Wochenbeginn könnte es deshalb in einzelnen Regionen in den Morgenstunden bereits glatt werden. Besonders rund um den Sonnenaufgang ist bei entsprechend tiefen Temperaturen Vorsicht angesagt.
Eine nachhaltige Rückkehr milder Temperaturen zeichnet sich zunächst nicht ab. Zwar kann es zwischenzeitlich wieder etwas wärmer werden, doch schon ab der Wochenmitte soll die nächste Portion Kaltluft folgen. Damit bleibt das Wetter herbstlich frisch. Vor allem in den Alpen wird spätestens mit dem ersten Schnee deutlich: Der Winter ist nicht mehr allzu weit entfernt.
Im Laufe des Donnerstags greift auch nach Prognose von UWZ-Meteorologin Isabella Winterer die Kaltfront eines Tiefs über Norddeutschland auf den Alpenraum über. In Verbindung mit einem Randtief über Norditalien gestaltet sich das Wetter zunehmend unbeständig. "Die Temperaturen gehen spürbar zurück und in der Nacht auf Freitag kündigen sich in höheren Tallagen die ersten Schneeflocken der Saison an."
Der Mittwoch bringt nach Auflösung lokaler Nebelfelder in weiten Teilen des Landes einen freundlichen Mix aus Sonne und ein paar harmlosen Wolken. Gegen Abend werden die Wolken im Westen allmählich dichter, es bleibt aber noch trocken. Der Wind frischt im Bergland und im Osten mäßig bis lebhaft aus Süd auf.
Am Donnerstag setzt von Süden und Westen her zu Tagesbeginn Regen ein, der sich rasch auf weite Landesteile ausbreitet. Vor allem in Kärnten und der südlichen Steiermark können auch Blitz und Donner dabei sein. Gegen Nachmittag erreicht der Regen auch den Norden des Landes und in Oberösterreich fällt er lokal gewittrig aus. Am längsten trocken bleibt es im Nordosten, hier wird es erst gegen Abend nass.
Der Freitag beginnt verbreitet mit dichten Wolken und entlang der Nordalpen fällt noch ein wenig Regen. Die Schneefallgrenze liegt anfangs im Westen zwischen 1300 und 1500 m, steigt aber zügig an und generell stellen sich bald trockene Bedingungen ein. Die Sonne setzt sich am Bodensee sowie im Donauraum häufig durch, sonst bleiben die Wolken wohl recht hartnäckig.