Demenzverdacht

Wirres Gebrabbel – Gerüchte über Erkrankung Trumps

Immer neue Versprecher und wirre Sätze heizen Spekulationen um die geistige Gesundheit des US-Präsidenten an. Was dahinterstecken könnte.
Heute Life
30.01.2026, 14:03
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Die politische Lage in den USA spitzt sich immer weiter zu – und auch der gesundheitliche Zustand von Präsident Donald Trump rückt zusehends in den Fokus. Es kursieren immer wieder Spekulationen um seine mentale Gesundheit. Der 79-Jährige soll an fortschreitender Demenz leiden. Seine zunehmend chaotischen, langatmigen Reden könnten ein Anzeichen für Logorrhö sein, eine Erkrankung, bei der jemand zwanghaft redet, aber Schwierigkeiten hat, beim Thema zu bleiben.

Die Spekulationen kommen nach einer Reihe von öffentlichen Auftritten in jüngster Zeit, bei denen der 79-jährige Präsident den Faden zu verlieren schien, in seltsame Abschweifungen verfiel und grundlegende Details durcheinanderbrachte – was erneut Fragen nach seiner geistigen Schärfe aufwarf. Diese Vorfälle seien immer schwieriger zu ignorieren, sagen Kritiker. Einige gehen noch weiter und vermuten, dass die offensichtlichen Gedächtnislücken, Sprachprobleme, das schlechte Urteilsvermögen und die zunehmende Aggressivität des Präsidenten klassische frühe Warnzeichen einer Demenz sein könnten.

Demenz ist ein Oberbegriff für Erkrankungen, bei denen geistige Fähigkeiten nach und nach verloren gehen. Betroffen sind vor allem Gedächtnis, Denken, Orientierung, Sprache und Urteilsvermögen – so stark, dass der Alltag irgendwann nicht mehr selbstständig bewältigt werden kann. Demenz ist keine normale Alterserscheinung, tritt aber überwiegend im höheren Lebensalter auf.
Die häufigste Form ist die Alzheimer-Krankheit, gefolgt von vaskulärer Demenz, die durch Durchblutungsstörungen im Gehirn entsteht. Seltener sind Mischformen oder Demenzen infolge anderer Erkrankungen, etwa Parkinson oder Alkoholmissbrauch.

"Reden ohne Punkt und Komma": Was ist Logorrhö?

Ein Symptom, auf das Kritiker und Kommentatoren hingewiesen haben, ist Logorrhö. Das ist eine Sprechstörung, die durch einen unaufhörlichen Redefluss gekennzeichnet ist, dem man nur schwer folgen kann – nicht einfach, weil jemand viel spricht, sondern weil seine Gedanken mitten im Satz abschweifen, sich im Kreis drehen oder in unerwartete Richtungen abschweifen.

Das kann sich in ausschweifenden Antworten äußern, die nie wirklich zu einem Punkt kommen, in plötzlichen Themenwechseln und in der Unfähigkeit, mit dem Reden aufzuhören, selbst wenn der Zuhörer eindeutig versucht, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. Menschen mit Logorrhö können Gespräche dominieren, indem sie andere unterbrechen oder Signale, dass jemand anderes sprechen möchte, nicht wahrnehmen. Der Zustand wurde mit einer Reihe zugrunde liegender Probleme in Verbindung gebracht, darunter Demenz und andere Formen kognitiver Beeinträchtigung.

Zwar sind wortreiche Reden allein noch kein Beweis für Demenz, allerdings können merkliche Verhaltensveränderungen einer Person – insbesondere wenn die Sprache chaotischer wird, die Aufmerksamkeit leichter abschweift und das Gedächtnis nachzulassen scheint – Anlass zu berechtigter Besorgnis geben.

Nicht heilbar

Die Diagnose einer Logorrhö erfordert in der Regel eine Beurteilung durch einen Sprachtherapeuten oder einen Psychiater, wobei die Ärzte sowohl die Kommunikationsmuster als auch die allgemeine kognitive Funktion berücksichtigen. In einigen Fällen können Ärzte je nach den übrigen Symptomen und der Krankengeschichte bildgebende Verfahren des Gehirns oder andere Tests durchführen, um mögliche neurologische Ursachen zu untersuchen.
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache, oft durch psychiatrische oder neurologische Therapie. Allerdings gibt es derzeit keine Heilung für Demenz – was im Verlauf der Erkrankung zu einer Verschlimmerung der Sprachprobleme führen kann.

Demenz in Österreich

In Österreich haben laut Schätzungen 170.000 Menschen eine Form von Demenz. Aufgrund der demografischen Entwicklungen und der zunehmenden Lebenserwartung ist bis 2050 mit einem Anstieg auf rund 230.000 Alzheimer-Erkrankungen zu rechnen. Typisch ist ein schleichender Beginn: Anfangs werden Termine vergessen oder Worte gesucht, später kommen Persönlichkeitsveränderungen, Orientierungslosigkeit und zunehmende Pflegebedürftigkeit hinzu.

Bei Demenzverdacht ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle für eine erste Abklärung und Überweisung. Für eine detaillierte Diagnose sind Fachärzte oder spezialisierte Gedächtnisambulanzen zuständig. Eine frühzeitige Diagnose verbessert Behandlungschancen und Lebensqualität.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 30.01.2026, 14:05, 30.01.2026, 14:03
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