Wenn es draußen kalt ist, denken die wenigsten ans Trinken. Durst scheint ein Sommerproblem zu sein – doch genau das macht Dehydrierung im Winter so tückisch. Viele Menschen nehmen in der kalten Jahreszeit unbemerkt zu wenig Flüssigkeit zu sich, obwohl der Körper sie genauso dringend braucht wie im Sommer.
Bei niedrigen Temperaturen meldet sich das Durstgefühl seltener. Der Körper schüttet weniger Dursthormone aus, obwohl der Flüssigkeitsbedarf kaum sinkt. Die Folge: Wir trinken weniger, ohne es zu merken – ein klassischer Irrtum.
Beheizte Innenräume trocknen die Luft stark aus. Über Haut und Atemwege verlieren wir kontinuierlich Flüssigkeit, oft unbemerkt. Besonders nachts kann dieser Wasserverlust erheblich sein.
Kalte Luft ist trockener als warme. Beim Einatmen wird sie im Körper befeuchtet – das kostet Wasser. Je öfter wir kalte Luft einatmen, desto größer ist der Flüssigkeitsverlust.
Ob Skifahren, Winterwandern oder Joggen bei Kälte: Bewegung steigert den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen – auch wenn man es wegen der niedrigen Temperaturen kaum wahrnimmt.
Fieber, Schnupfen und Husten erhöhen den Flüssigkeitsbedarf zusätzlich. Gleichzeitig greifen viele im Winter eher zu Kaffee oder Tee, vergessen aber Wasser oder ungesüßte Getränke.
Im Winter meldet sich der Durst oft zu spät. Gerade das täuscht das fehlende Durstgefühl darüber hinweg, dass der Körper laufend Flüssigkeit verliert. Wer bewusst trinkt, bleibt leistungsfähiger, gesünder und kommt besser durch die kalte Jahreszeit.