Schluss mit Mythen

Kleiner Bauch trotz Sport – warum du ihn nicht loswirst

Du trainierst regelmäßig und ernährst dich bewusst – doch der kleine Bauch bleibt hartnäckig? Schuld daran ist oft nicht mangelnde Disziplin.
Heute Life
30.01.2026, 08:11
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Creatorin Alina Ristenpart spricht das Thema offen an: "Sieht man in dem Kleid meinen Bauch?", fragt sie in einem ihrer Videos. Die Antwort: "Ja, sieht man." Und das sei auch gut so, erklärt sie weiter: "Man sieht deinen Bauch, weil du einen hast!" Alina erzählt, dass sie sich lange für ihren Unterbauch geschämt hat. "Immer versteckt, immer eingezogen, immer gehofft, dass ihn niemand sieht." Heute sieht sie das entspannter – er gehört einfach zu ihr.

Auch die deutsche Fitness-Influencerin Antonia Elena wird immer wieder auf ihren Bauch angesprochen. Ein Follower fragt: "Du machst so viel Sport und hast trotzdem so nen Unterbauch. Krass!" Antonia ist genervt: "Genau solche Kommentare sind der Grund, warum so viele Menschen ein schlechtes Körpergefühl entwickeln. Lasst es einfach!"

Schutz für die Gebärmutter? Nein!

"Wir Frauen tragen im Unterbauch nun mal ein sehr wichtiges Organ, das geschützt werden muss." Unter Videos wie jenen von Alina oder Antonia liest man immer wieder diese Erklärung: Der Unterbauch sei da, um die Gebärmutter zu schützen. Klingt logisch – stimmt aber so nicht ganz.

Die Gynäkologin und Buchautorin Dr. Karen Tang macht in einem Video klar: "Eine normal große Gebärmutter sitzt bei Nicht-Schwangeren tief im Becken, etwa auf Höhe des Schambeins." Von außen sei sie weder sichtbar noch tastbar. Kurz gesagt: Die Gebärmutter allein macht keinen sichtbaren Unterbauch.

Warum der Unterbauch da ist

Was viele als "Unterbauch" wahrnehmen, hat meist ganz andere Gründe. Dr. Tang erklärt, dass die kleine Wölbung vor allem durch die Art entsteht, wie der Körper Fett speichert – und durch den Darm. "Schwerkraft zieht alles nach unten", so die Ärztin. Deshalb sammelt sich Volumen oft im unteren Bauchbereich. Außerdem ist der Bauch kein starres Brett: Verdauung, Luft im Darm oder ein voller Magen sorgen dafür, dass sich der Bauch im Laufe des Tages sichtbar verändert. Ein flacher Bauch rund um die Uhr ist für die meisten schlicht unrealistisch.

Dr. Tang räumt auch mit einem anderen Mythos auf: Dass der Darm die Gebärmutter nach vorn drückt. "Das ist anatomisch nicht korrekt", sagt sie. Die Gebärmutter liegt nicht vor dem Darm und wird auch nicht durch ihn nach außen gedrückt. Ihre klare Aussage: "Der Unterbauch ist entweder normales Fett oder der Darm selbst, der sich durch Blähungen bemerkbar macht." Der Körper speichert Unterhautfett hormonell und genetisch bedingt bei vielen Frauen bevorzugt im unteren Bauch. Und: Mit Sit-ups und Crunches kann man nicht gezielt bestimmen, wo Fett verschwindet.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 30.01.2026, 09:22, 30.01.2026, 08:11
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