Kurz nach 2 Uhr heulten in der Marktgemeinde Sieghartskirchen die Sirenen: Ein Wohnhaus in Henzing stand in der Nacht auf Mittwoch, den 18. Februar, in Brand. Bei der Alarmierung wurde eine Person im Gebäude vermutet.
Für die ersten Einsatzkräfte bot sich bei der Anfahrt ein dramatisches Bild: Der Dachstuhl stand bereits in Flammen und war schon aus der Ferne sichtbar. Atemschutztrupps gingen sofort zur Erkundung vor. Nach Abklärung mit dem Einsatzleiter konnte schließlich Entwarnung gegeben werden – eine vermisste Person bestätigte sich nicht.
Die Lage blieb dennoch kritisch. Kräftiger Wind fachte den Brand zusätzlich an und ließ Funken weiterfliegen. Mehrere Löschleitungen wurden gelegt, um angrenzende Gebäude zu schützen und ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.
Auch eine Drehleiter der Feuerwehr Tulln-Stadt kam zum Einsatz, um den Dachstuhl-Brand gezielt zu bekämpfen. Eine Drohne unterstützte aus der Luft bei der Lageeinschätzung. Die Wasserversorgung erfolgte über Hydranten sowie über einen Brunnen und die Kleine Tulln.
Nach drei Stunden wurde der Einsatz erst um kurz nach 5 Uhr morgens beendet. Insgesamt standen 124 Feuerwehrmitglieder mit 24 Fahrzeugen im Einsatz. Auch das Bezirksfeuerwehrkommando, der Einsatzunterstützungsstab, das Rote Kreuz und die Polizei waren vor Ort.