Grüne Wien üben Kritik

Wohnungsknappheit in Wien droht  – "und SPÖ schaut zu"

Wien steuert laut neuem Marktbericht auf eine massive Knappheit an leistbaren Wohnungen zu. Die Grünen werfen der Stadtregierung Untätigkeit vor.
Wien Heute
19.02.2026, 06:30
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Der "Wiener Wohnungsmarktbericht 2026" zeichnet ein düsteres Bild: In der Hauptstadt wird leistbarer Wohnraum offenbar zur Mangelware. Die Grünen Wien sehen sich bestätigt – und rechnen mit der rot-pinken Stadtregierung ab.

"Seit Rot-Pink in Wien regiert, gibt es einen alarmierenden Rückgang beim leistbaren Wohnbau. Die Wiener SPÖ ruht sich auf längst vergangenen Lorbeeren aus und sieht seit Jahren nur dabei zu, wie Wien auf eine Wohnungsknappheit zusteuert", kritisiert Georg Prack, Klubobmann Grüne Wien, anlässlich der veröffentlichten Marktdaten

Sonderlandtag als Warnschuss

Bereits am 13. Jänner hatten die Wiener Grünen mit dem Sonderlandtag "Wien droht Wohnungsknappheit" das politische Jahr eröffnet. Damals schon schlugen sie Alarm: zu wenige geförderte Wohnungen, zu wenig neue Gemeindebauten, zu wenige Widmungen für sozialen Wohnbau.

Jetzt fühlen sie sich bestätigt. "Wir haben mehrfach eindringlich gewarnt. Jetzt sehen wir schwarz auf weiß, dass sich diese Prognose bestätigt", hält Prack fest und weiter: "Der starke Rückgang bei Baubewilligungen und Fertigstellungen sowie die prognostizierten Mietsteigerungen sind das nächste deutliche Alarmsignal, dass SPÖ und Neos endlich gegensteuern müssen."

5-Punkte-Plan gegen die Wohn-Krise

Die Grünen Wien bringen ihren 5-Punkte-Plan erneut auf den Tisch:

Plan für leistbares Wohnen:

  • Konsequenter Widmungsvorrang für sozialen Wohnbau
  • 25.000 gemeinnützig geförderte Wohnungen und 10.000 neue Gemeindebauwohnungen bis 2030
  • Mit Leerstands- und Freizeitwohnsitzabgaben leerstehende Wohnungen mobilisieren
  • Ausnahmslose Zweckwidmung der Wohnförderbeiträge für sozialen Wohnbau
  • Endlich Tempo bei "Raus aus Gas" – als Investitionschance für Sanierungen und neuen Wohnraum und damit die Wiener:innen nicht länger von teurer, fossiler Energie abhängig sind.

Wer zahlt die Rechnung?

Für die Grünen ist klar: Die politische Untätigkeit der Stadtregierung habe direkte Folgen für die Bevölkerung. "Wien war jahrzehntelang Hochburg für leistbares Wohnen. Dieses Erbe haben SPÖ und Neos in den vergangenen Jahren leider verspielt. Diese Untätigkeit hat einen hohen Preis: Die Rechnung, in Form von teuren Mieten, müssen jetzt alle Wiener:innen zahlen", so Prack abschließend.

ÖVP fordert Umdenken

Auch die ÖVP spart nicht mit Kritik. "Der massive Einbruch bei Baubewilligungen und Fertigstellungen zeigt die Fehlentwicklungen beim Wiener Wohnbau", so Wohnbausprecher Gemeinderat Lorenz Mayer. Er fordert ein Umdenken in der Wohnbaupolitik: schnellere Verfahren, weniger bürokratische Hürden und verlässliche Rahmenbedingungen für Bauträger und Investoren.

"Wien braucht wieder Tempo und Planungssicherheit im Wohnbau. Dazu gehört auch, dass die vom Bund bereitgestellten Mittel über die Wohnbaumilliarde endlich konsequent abgerufen und genutzt werden", so Mayer.

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