Um 110 km/h zu schnell

"Wollte Auto trocknen" – Raser-Ausrede macht sprachlos

Alleine in der Steiermark wurden heuer bis September 563.165 Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt. Einige Ausreden machen sprachlos.
23.10.2026, 08:52
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Eine nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit zählt seit jeher zur Unfallursache Nummer 1 – und trotzdem bleibt die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen nicht nur auf hohem Niveau, sondern nimmt sogar noch dazu. Das liegt freilich auch an verbesserter Überwachungstechnik, doch die Zahlen schockieren.

Einem aktuellen Bericht der "Kleinen Zeitung" zufolge wurde von Jänner bis September 2016 alleine in der Steiermark 563.165 Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt. Das sind rund 3.400 mehr als im Vorjahreszeitraum. Das neue Maßnahmenpaket gegen Extrem-Raser schreckt also nur bedingt ab.

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"Kranke Mutter" fährt zufällig vorbei

Diesen Eindruck untermauern einige kuriose Ausreden, die der "Kleinen Zeitung" von der Verkehrspolizei übermittelt wurden. So erklärte etwa ein Lenker, der mit 190 km/h in einer 80er-Zone erwischt wurde: "Ich wollte mein Auto trocken fahren."

Fast schon wie aus einer Komödie wirkt die Anekdote über einen Lenker, der angab, seine kranke Mutter sei aus dem Bett gefallen und benötige dringend Hilfe. Denn keine 30 Sekunden später fuhr besagte Mutter an der Kontrollstelle vorbei und hielt an, weil sie ihren Sohn erkannte.

Polizisten zu Rennen aufgefordert

Bei einem anderen Lenker hatte das eigene Ego den größten Beitrag zur Raserei. Er wurde mit 222 km/h gemessen, nachdem er schauen wollte, ob das Auto der Polizisten – die er nicht als solche erkannt haben will – genauso schnell ist wie seines und kurzerhand ein Rennen starten wollte.

Wiederum kurios die Erklärung einer Person, die mit 115 km/h über die Triester Straße in Graz bretterte: "Ich dachte, das ist eine Autobahn." Auch "Ich habe beim Bruder in Graz etwas vergessen" war übrigens keine erfolgreiche Ausrede für 225 km/h auf der A2.

red, Akt. 23.10.2026, 08:58, 23.10.2026, 08:52
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