70 Euro zahlte die Wienerin für ihr Ticket, die Vorfreude auf das Konzert der französischen Star-Sängerin Zaz Montagabend im Gasometer in Wien-Simmering war groß.
Umso größer war dann auch die Enttäuschung: "Obwohl wir Stehplatz-Tickets hatten, gab es Probleme beim Einlass in den Saal. Wir und zahlreiche andere Gäste mit gültigen Karten wurden erst mit einer Verspätung von etwa 20 Minuten eingelassen, als die Show bereits lief", so Saskia W. zu "Heute".
Die ihr gegebene Erklärung war mehr als kurios – und sorgte für noch mehr Misstöne: "Die Begründung des Personals vor Ort war bemerkenswert: Es wurde kommuniziert, dass der Saal bereits die Kapazitätsgrenze erreicht habe. Man erklärte uns, die Planung sei ursprünglich von einem jüngeren Publikum ausgegangen, das erfahrungsgemäß dichter beieinander stehe. Da das tatsächliche Publikum – eher Ü30/Ü40 – jedoch mehr Platz beanspruche, sei der Saal vorzeitig voll gewesen", schildert die Wienerin kopfschüttelnd.
Jetzt will sie einen Teil vom Ticketpreis zurück – und äußert auch Sicherheitsbedenken: "Es waren nur zwei kleine Türen, die im Fall des Falles als Fluchtwege vielleicht nicht ausgereicht hätten. Das sah gefährlich aus!", so die 40-Jährige mit Verweis auf das Drama, das sich in der Silvesternacht in einem Club in Crans-Montana ereignet hatte. 40 Menschen starben bei der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort – "Heute" berichtete.
"Beim Konzert der französischen Musikerin Zaz im Wiener Gasometer ist es tatsächlich kurzzeitig zu Verzögerungen beim Einlass gekommen. Ein Großteil der Besuchenden ist ziemlich zeitnah zum Showbeginn und quasi gleichzeitig in der Location eingetroffen. Für ca. 5-10 Minuten war der Zugang zur Halle dann in weiterer Folge von beiden Seiten nur erschwert möglich, weil die Gäste im Saal nicht rasch genug nachgerückt sind", gab der Veranstalter gegenüber zu "Heute".
Und weiter: "Es wurde deswegen kurzerhand ein zusätzlicher Zugang rückseitig der Halle geöffnet, um eine gleichmäßigere Füllung zu ermöglichen. Nach rund 5-10 Minuten hat diese Maßnahme dann Wirkung gezeigt, der Rückstau in den Gängen löste sich auf und alle Besuchenden konnten sich dem Konzert hingeben."