Am Wochenende ist es wieder so weit: Die Uhren werden umgestellt, die Nacht wird um eine Stunde kürzer. Für viele bedeutet das Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und ein gestörter Biorhythmus – besonders Kinder und ältere Menschen leiden unter der Umstellung.
Kritik daran kommt auch aus der Politik. Die ÖVP-Europaabgeordnete Sophia Kircher fordert, die Zeitumstellung endlich abzuschaffen und dauerhaft bei der Sommerzeit zu bleiben. "Die einst erhoffte Energieeinsparung wurde niemals realisiert. Dafür leiden vor allem Kinder und ältere Menschen unter der Störung ihrer inneren Uhr", betont sie.
Bereits 2019 sprach sich das Europaparlament für ein Ende der zweimal jährlichen Zeitumstellung aus. Eine Einigung der EU-Staaten steht jedoch weiterhin aus, da sich die Mitgliedsländer bisher nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen konnten.
Nun könnte wieder Bewegung in die festgefahrene Debatte kommen: Mit dem EU-Vorsitz Irlands ab Juli 2026 soll das Thema erneut auf die Agenda gesetzt werden. Laut Kircher setzen sich irische Vertreter verstärkt dafür ein, die Sommerzeit beizubehalten und den Prozess voranzutreiben.
Ob es diesmal zu einer Einigung kommt, bleibt offen. Bis dahin heißt es weiterhin: Zweimal im Jahr an der Uhr drehen.