Versorgung wird ausgebaut

Zentrale Anlaufstelle für Corona-Spätfolgen in Wels

Oberösterreich bündelt die Versorgung von Long-Covid- und ME/CFS-Betroffenen. Die Spezialambulanz im Klinikum Wels soll 2027 starten.
Oberösterreich Heute
10.07.2026, 17:34
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Menschen, die nach einer Corona- oder anderen Infektion unter schweren Langzeitfolgen leiden, sollen in Oberösterreich künftig rascher Hilfe bekommen. Wie die "OÖN" berichten, entsteht im Klinikum Wels eine zentrale Ambulanz für Patienten mit Long Covid, anderen postakuten Infektionssyndromen (PAIS) sowie ME/CFS. Der Start ist für 2027 geplant.

Bisher mussten sich Betroffene je nach Beschwerden an unterschiedliche Fachabteilungen wenden. Künftig sollen Diagnostik, Therapieplanung und die Zusammenarbeit verschiedener Experten an einem Ort gebündelt werden. Die weitere Behandlung soll anschließend möglichst wohnortnah erfolgen.

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Christine Haberlander spricht von einem wichtigen Schritt für Betroffene und Angehörige.
LandOÖ/Peter C.Mayr

Das Land geht davon aus, dass in Oberösterreich rund 80.000 Menschen von postakuten Infektionssyndromen betroffen sind. Rund 12.300 davon leiden an ME/CFS. Für die ersten drei Jahre werden etwa 1.800 Patienten erwartet. Die Kosten von rund 1,2 Millionen Euro teilen sich Land und Sozialversicherung.

Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (VP) spricht von einem wichtigen Schritt, um die Versorgung von Betroffenen und deren Angehörigen nachhaltig zu verbessern.

Die SPÖ sieht sich durch die Pläne bestätigt. Gesundheitssprecher Peter Binder spricht von einem "längst überfälligen Schritt" und reklamiert die Ankündigung als Erfolg der Oppositionsarbeit. "Spät aber doch wird auch nun bei uns eine Anlaufstelle kommen. Unser konstruktiv-kritischer Blick auf Oberösterreichs Gesundheitslandschaft trägt Früchte im Sinne der Patienten", sagt Binder. Er erinnert daran, dass die SPÖ bereits im Jänner einen Antrag für eine spezialisierte Versorgung eingebracht hatte.

Trotz der positiven Nachricht mahnt die SPÖ Tempo ein. Die Ambulanz müsse nun rasch umgesetzt und ausreichend ausgestattet werden, damit Betroffene nicht noch länger auf spezialisierte Hilfe warten müssen.

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