Neue Drohnenaufnahmen sorgen für Empörung: Die Tierschutzorganisation UrgentSeas hat Videoaufnahmen veröffentlicht, die sechs Delfine in einem flachen Becken des Hotels Hyatt Ziva in Cancún (Mexiko) zeigen. Nach Angaben der Organisation würden die Tiere unter ungeeigneten Bedingungen gehalten und dauerhaft unter Stress leiden.
Den Tierschützern zufolge wirkt das Becken für die Meeressäuger deutlich zu klein. Auf den Aufnahmen seien die Delfine immer wieder dabei zu sehen, wie sie enge Kreise schwimmen oder regungslos an der Wasseroberfläche verharren. Mitarbeiter der Tierschutzorganisation spricht von Anzeichen für erheblichen psychischen und körperlichen Stress sowie einen schlechten Gesundheitszustand der Tiere.
Die Organisation kritisiert zudem, dass die Delfine in unmittelbarer Nähe zu Hotelgästen gehalten werden und regelmäßig für touristische Angebote eingesetzt würden. Delfine seien hochintelligente Meeressäuger, die in freier Wildbahn täglich weite Strecken zurücklegen und in komplexen sozialen Verbänden leben.
Das Hyatt Ziva Cancún reagierte auf die Vorwürfe und erklärte, dass die Delfinanlage nicht vom Hotel selbst betrieben werde. Für die Haltung der Tiere sei ein externes Unternehmen verantwortlich, das alle erforderlichen Genehmigungen besitze und die geltenden gesetzlichen Vorschriften einhalte.
Tierschutzorganisationen fordern indes erneut ein Ende der Haltung von Delfinen zu Unterhaltungszwecken. Sie sehen in den aktuellen Aufnahmen ein weiteres Beispiel für die problematischen Bedingungen, unter denen Meeressäuger in touristischen Anlagen leben müssen. Die veröffentlichten Videos verbreiten sich derzeit weltweit über soziale Medien und sorgen für heftige Diskussionen über den Umgang mit Delfinen in Gefangenschaft.