Schon wieder Legionellen-Alarm in Österreich. Vor einigen Wochen schockierte die Nachricht aus Linz, dort kam es zu drei Todesfällen. Jetzt gab es eine Warnung für ein Wohnhaus in der Troststraße (Wien Favoriten).
Zwei Wochen lang galt ein striktes Duschverbot: Hier wurden Legionellen im Leitungssystem gefunden. Für die Bewohner wurde die Situation zunehmend zur Belastung. Besonders betroffen waren zahlreiche ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen. Seit dem 7. September konnten sie nicht mehr duschen.
"Heute"-Leserin Maria* (75, Name von der Redaktion geändert) hat die Lungenkrankheit COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und litt zwei Wochen lang. Die meisten Bewohner haben ganz auf das Duschen und teilweise auf das Kochen verzichtet.
Nach Angaben der Bewohner wurde das Leitungssystem von der GESIBA bereits thermisch desinfiziert. Anschließend seien neue Proben an die AGES geschickt worden. Für die Ergebnisse sei ursprünglich eine Dauer von sieben bis zehn Tagen angekündigt worden. Am Montag dem 21. September konnte jedoch noch immer keine Entwarnung gegeben werden.
Die GESIBA bestätigt auf "Heute"-Nachfrage den Legionellenbefall. Demnach sei am 7. September ein positiver Befund eingelangt. Noch am selben Tag wurde eine Fachfirma mit den notwendigen Maßnahmen beauftragt, ein Duschverbot ausgesprochen und die Bewohner darüber informiert. Bewohner der Seniorenwohnungen seien, soweit erreichbar, zusätzlich telefonisch verständigt worden.
Am 10. September wurde das Leitungssystem thermisch desinfiziert. Anschließend wurden erneut Proben entnommen und zur Untersuchung an die AGES geschickt. Bis ein entsprechender Befund vorliegt, bleibt das Duschverbot weiterhin aufrecht.
Laut GESIBA habe die beauftragte Fachfirma am 18. September nochmals Kontakt mit der AGES aufgenommen. Am Dienstag kam knapp nach 8.00 Uhr die freudige Nachricht wie Maria im "Heute"-Talk erklärt: Das Duschen sei wieder freigegeben worden. "Ich bin so glücklich darüber", so die Wienerin. Trotzdem sitzt der Ärger bei ihr nach wie vor tief, die zwei Wochen sind sicherlich nicht spurlos an ihr vorbeigegangen.