Keine Entwarnung

145 Zentimeter! Hochwasser-Chaos an Adria

Heftige Unwetter haben Norditalien schwer getroffen. In Grado sorgte eine Sturmflut für massive Überschwemmungen. Die Lage bleibt angespannt.
Newsdesk Heute
06.02.2026, 17:42
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Heftige Regenfälle und Hochwasser haben in den vergangenen Stunden Teile Norditaliens stark getroffen. Besonders an der Küste der Region Friaul-Julisch Venetien sorgte eine massive Sturmflut für Überschwemmungen – vor allem in den Orten Grado und Muggia.

Das Unwetter, das in den letzten 24 Stunden über die Region zog, brachte auf Ebene und Küste teils extreme Niederschläge. Im Durchschnitt fielen zwischen 40 und 70 Millimeter Regen, in Fossalon wurden sogar Spitzenwerte von 90 Millimetern gemessen. Gleichzeitig kam es an der Küste zu "acqua alta", also außergewöhnlich hohem Wasserstand, während in den Bergen starker Schneefall einsetzte.

Massive Flut im Zentrum

Die größten Probleme gab es in Grado: Dort wurde der Höchststand der Flut kurz vor Mitternacht erreicht. Um 23.40 Uhr stieg das Wasser auf 145 Zentimeter – ein Wert, der für massive Überschwemmungen im Zentrum sorgte, berichtet "IlPiccolo.it".

Bereits am Abend heulten in Grado wieder die Sirenen, um Bewohner rund um den Hafen und die Uferstraßen zu warnen, dass das Wasser die Straßen überflutet.

Schon am Mittwochnachmittag wurden auf der Insel Vorwarn-Schilder aufgestellt, die Autofahrer aufforderten, ihre Fahrzeuge in höher gelegene Bereiche zu bringen. Am Abend stand das Stadtzentrum schließlich unter Wasser und wurde für den Verkehr gesperrt. Gleichzeitig öffnete man die Absperrungen in den Fußgängerzonen, damit Autos aus den gefährdeten Bereichen herausfahren konnten.

Straßen gesperrt

Erst kurz vor ein Uhr nachts begann die Flut langsam zurückzugehen, das Zentrum blieb jedoch weiterhin überflutet. Danach normalisierte sich die Lage Schritt für Schritt. Durch den Regen standen auch die Felder von Boscat erneut unter Wasser.

Neben der Küste kam es auch im Landesinneren zu zahlreichen Überschwemmungen. Seit Beginn der Wetterwarnung wurden Meldungen aus mehreren Orten in Friaul registriert. Teilweise mussten auch Straßen gesperrt werden.

Keine Entwarnung

Am Freitag wird ein weiteres, deutlich schwächeres Tief erwartet. Die Prognosen gehen von überwiegend bedecktem Himmel und möglichen leichten Regenfällen aus. Es wird jedoch erneut mit erhöhtem Wasserstand gerechnet.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.02.2026, 17:42
Jetzt E-Paper lesen