Neue Unterlagen des US-Justizministeriums sorgen erneut für Diskussionen rund um den Tod von Jeffrey Epstein. In frisch veröffentlichten Beobachtungsprotokollen taucht eine auffällige Anomalie auf: Um 22:39 Uhr wurde ein orangefarbener Lichtblitz außerhalb der Zelle registriert.
Unter den Dokumenten befinden sich auch zahlreiche Fotos. Mehrere Aufnahmen zeigen die Zelle im Metropolitan Correctional Center in New York nach Epsteins Tod im Jahr 2019. Die Bilder geben Einblick in die letzten Stunden des Financiers, dessen Tod offiziell als Selbstmord eingestuft wurde. In der Zelle liegt Haftkleidung verstreut.
Besonders brisant wirken nun neue Hinweise aus den Protokollen jener Ermittler, die das Überwachungsmaterial der Todesnacht ausgewertet hatten, berichtet "Focus". Dort wird festgehalten, dass ein ungewöhnliches orangefarbenes Leuchten auf der Treppe außerhalb des Zellbereichs zu sehen gewesen sei.
So notierten FBI-Ermittler: "22:39 Uhr - ein grelles oder oranges Licht scheint die Treppe zur Ebene L hinaufzugehen - es könnte sich um einen Häftling handeln, der zu dieser Ebene hinaufbegleitet wird."
Auch das Office of the Inspector General hielt einen ähnlichen Eintrag fest. Dort heißt es: "Ein orangefarbener Blitz ist zu sehen, der die Treppe der L-Ebene (obere Ebene) hinaufgeht. Die Insassen sind derzeit eingeschlossen, es ist möglich, dass jemand Wäsche oder Bettzeug der Insassen die Treppe hinaufträgt."
Diese Beobachtungen scheinen auf etwas hinzuweisen, das in früheren offiziellen Darstellungen so nicht erwähnt wurde. Im Abschlussbericht des Generalinspekteurs war lediglich von einer anderen Bewegung die Rede: "Um ca. 22:39 Uhr schien ein nicht identifizierter Wärter die Treppe der Ebene L hinaufzugehen und erschien dann um 22:41 Uhr wieder im Blickfeld der Kamera."
Laut offiziellen Berichten soll Epstein durch Selbstmord einige Zeit vor 6.30 Uhr gestorben sein. Entdeckt wurde seine Leiche von einem Justizvollzugsbeamten, der ihm das Frühstück bringen wollte. Ein exakter Todeszeitpunkt wurde jedoch nie festgelegt. Die jüngsten Veröffentlichungen werfen nun erneut Fragen zur Todesnacht auf.