Sie verhinderten Schlimmeres

3 Kugeln getroffen – so geht es Helden von Krakau jetzt

Jakub Kulik und Artur Morański schalteten den bis an die Zähne bewaffneten Krakau-Terroristen aus. Jetzt bangt ganz Polen um die Männer.
08.11.2026, 22:45
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Beim Terroranschlag in der Krakauer Altstadt sind am Samstag sechs Menschen ums Leben gekommen, mehrere wurden schwer verletzt. Unter den Opfern ist auch eine Österreicherin, ihr Ehemann wurde verletzt. In ganz Polen wurde eine zweitägige Staatstrauer ausgerufen. Der Anschlag hinterlässt tiefe Spuren in der Gesellschaft.

Angreifer gestoppt, dann bricht Polizist zusammen

Das rasche Einschreiten der Polizei und der heldenhafte Einsatz der Beamten verhinderten Schlimmeres. Nur drei Minuten, nachdem die ersten Meldungen bei den Behörden eingegangen waren, griffen die Polizisten ein. Es kam zu einem Feuergefecht mit dem Angreifer.

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Im Mittelpunkt stehen Jakub Kulik und Artur Morański. Sie gehörten zu den ersten Beamten, die einschritten. Kulik geriet dabei in eine direkte Konfrontation mit dem schwer bewaffneten Schützen, der eine schusssichere Weste trug und mit einem halbautomatischen Gewehr bewaffnet war.

Obwohl Kulik bei dem Feuergefecht angeschossen wurde, gelang es ihm, den Angreifer auszuschalten. Aufnahmen, die zeigen, wie der Beamte auf den Terroristen schießt und anschließend selbst zu Boden geht, gehen um die Welt.

Tusk: "Das sind wahre Helden"

Auch Morański wurde beim Schusswechsel schwer verletzt. Die Namen beider Beamten machen in ganz Polen die Runde. "Jakub Kulik und Artur Morański sind wahre Helden. Sie haben wahrscheinlich viele Menschenleben gerettet, ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben zu nehmen. Ihr Zustand ist ernst, aber sie befinden sich in sehr guten Händen. Ganz Polen drückt euch die Daumen", schrieb Polens Premierminister Donald Tusk am Sonntag auf X.

Kulik kämpft um sein Leben

Beide Polizisten wurden bei dem Feuergefecht schwer verletzt, Kulik erlitt dabei drei Schusswunden. Eine Sprecherin des polnischen Innenministeriums erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur PAP, dass der Zustand eines der beiden Beamten stabil sei. Der andere befinde sich in einem ernsten, aber stabilen Zustand. Welcher Gesundheitszustand auf welchen Polizisten zutrifft, ließ die Sprecherin offen.

Am Sonntagmorgen rief die polnische Polizei dringend zu Blutspenden für Kulik auf. Eine seiner Lungen sei nicht funktionsfähig, weshalb jede Blutspende zähle. Spender mit der Blutgruppe AB Rh+ können sich bei jeder Blutspendestelle in Polen melden. Auch Justizminister Waldemar Żurek teilte den Aufruf: "Ich bitte jeden, der helfen kann, sich bei den Blutspendezentren in ganz Polen zu melden."

nico, 08.11.2026, 22:45