Der Sommer verabschiedet sich, die Tage werden kürzer – und mit dem Oktober beginnt für Österreich traditionell die große Zeit des wechselhaften Herbstwetters. Regen, Nebel und milde Zwischenhochs können sich innerhalb weniger Tage abwechseln.
Doch wie wird der Oktober 2026? Ein Wetterkalender, der rund 400 Jahre zurückreicht, liefert dafür eine erstaunlich konkrete Prognose.
Nach den Regeln des sogenannten Hundertjährigen Kalenders soll der Oktober zunächst nass beginnen. Für die ersten sechs Tage werden Regen und wechselhaftes Wetter angekündigt. Danach folgt laut der alten Wetterregel eine kurze Wende: Der 7. und 8. Oktober sollen freundlich und warm ausfallen. Vom 9. bis zum 13. Oktober wird es demnach wieder trüb, warm und regnerisch.
Auch Mitte des Monats gibt es laut Kalender zunächst eine kurze Verschnaufpause. Für den 14. bis 16. Oktober werden freundliche Tage vorhergesagt.
Danach zieht der Herbst angeblich deutlich an. Vom 17. bis zum 23. Oktober soll kräftiger Regen das Wetter bestimmen. Zum Monatsende wird es laut Kalender wieder freundlicher: Vom 24. bis zum 28. Oktober stehen schöne Tage auf dem Programm. Die letzten drei Oktobertage sollen dagegen von Nebel und trübem Wetter geprägt sein.
Für Österreich lässt sich diese historische Prognose allerdings nicht als konkrete regionale Vorhersage lesen. Der Hundertjährige Kalender wurde nicht für das heutige österreichische Wettergeschehen entwickelt und berücksichtigt weder Alpen noch regionale Unterschiede zwischen Wien, dem Osten, dem Süden und dem Westen des Landes.
Für die ersten Oktobertage liegt bereits eine deutlich belastbarere Wetterprognose vor. Die GeoSphere Austria erwartet am 1. Oktober in weiten Teilen Österreichs viel Sonnenschein und Temperaturen von etwa 20 bis 25 Grad. Im Westen ziehen im Tagesverlauf Wolken auf, dort sind erste Schauer möglich.
Auch am 2. Oktober zeigt sich ein Unterschied zwischen den Regionen: Während es im Osten und Südosten länger freundlich bleibt, ist es im Westen unbeständiger. Am 3. und 4. Oktober soll sich das Wetter in weiten Teilen Österreichs wieder sonniger und trockener präsentieren, wobei sich vor allem in Tälern und Becken Nebelfelder halten können.
Eine verlässliche Aussage für den gesamten Oktober ist zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht möglich. GeoSphere Austria weist ausdrücklich darauf hin, dass Prognosen im Alpenraum über einen Zeitraum von etwa einem Monat hinaus grundsätzlich mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Langfristige Modelle deuteten zuletzt zwar auf eine etwas feuchtere Witterung ab Oktober hin, eine konkrete Wetterabfolge lässt sich daraus aber nicht ableiten.
Der Hundertjährige Kalender geht auf den Langheimer Abt Mauritius Knauer zurück. Im 17. Jahrhundert beobachtete er über mehrere Jahre das Wetter und versuchte, die Witterung mit den damals bekannten astronomischen Zyklen in Verbindung zu bringen.
Daraus entstanden Regeln, die sich nach einem Siebenjahresrhythmus wiederholen sollten. Der Name "Hundertjähriger Kalender" bedeutet daher nicht, dass Knauer das Wetter für 100 Jahre im Voraus berechnen konnte.