September-Stichtage

Bauernregel sagt Wetter fürs Christkind voraus

Ende September schaut eine alte Bauernregel schon auf Weihnachten. Das sonnige Wetter in Österreich liefert ihr reichlich Stoff.
Heute Life
30.09.2026, 05:50
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Der Kalender sagt Herbst, das Wetter in Österreich hat davon derzeit offenbar wenig gehört. Rund um den 29. und 30. September zeigt sich das Land vielerorts sonnig und ungewöhnlich mild. Am Mittwoch, 30. September, erwartet GeoSphere Austria erneut viel Sonnenschein. Nach örtlichem Frühnebel steigen die Temperaturen auf 20 bis 27 Grad, die höchsten Werte werden im Westen erwartet. In der Osthälfte bleibt es vielfach wolkenlos, im Westen können sich am Nachmittag einzelne Quellwolken bilden.

Auch der aktuelle Wetterausblick zeigt: Aus Südwesten strömt sehr warme Luft in den Alpenraum. Die Temperaturen liegen damit teilweise deutlich über dem langjährigen Mittel. Und genau jetzt kommt eine uralte Bauernregel ins Spiel.

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Zwei Tage sollen Weihnachtswetter verraten

Am 29. September steht der Michaelistag im Kalender. Einen Tag später, am 30. September, folgt der Gedenktag des heiligen Hieronymus. Für diese beiden Tage gibt es einen alten Spruch:

„Von Michel und Hieronymus mach aufs Weihnachtswetter Schluss.“

Die Idee dahinter ist simpel: Wer an diesen beiden Tagen genau aufs Wetter schaut, soll daraus ableiten können, wie sich das Wetter rund um Weihnachten entwickeln könnte. Bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen würde die alte Bauernweisheit auf ein mildes Weihnachtsfest hindeuten – zumindest, wenn man den Spruch wörtlich nimmt.

Weiße Weihnachten? Dafür ist es noch viel zu früh

Das klingt nach einer schönen Nachricht für alle, die den Herbst noch nicht ganz loslassen wollen. Mit einer seriösen Prognose für den 24. Dezember hat das allerdings wenig zu tun. Denn zwischen Michaelistag und Weihnachten liegen fast drei Monate.

Bauernregeln entstanden aus jahrhundertelangen Wetterbeobachtungen. Ohne Satelliten, Wetterradar oder moderne Computermodelle versuchten die Menschen, wiederkehrende Muster zu erkennen und daraus Rückschlüsse auf die kommenden Wochen zu ziehen. Das macht die alten Sprüche kulturgeschichtlich interessant. Eine verlässliche Weihnachtsprognose lässt sich daraus aber nicht ableiten.

Die Regel von Michel und Hieronymus ist daher vor allem eines: ein überlieferter Blick auf das Wetter – und ein hübsches Stück Wetterfolklore.

red,30.09.2026, 05:50
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