Himmelsspektakel in Österreich

Diese Nacht im Oktober darfst du keinesfalls verpassen

Ein dunkler Himmel, eine kalte Oktobernacht und ein heller Lichtstreifen: Für dieses Schauspiel lohnt es sich, ein bisschen Schlaf zu opfern.
Heute Life
30.09.2026, 07:34
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Dicke Jacke an, raus aus der Stadt und den Blick einfach nach oben richten: Im Oktober lohnt es sich, auch zu später Stunde noch ein bisschen länger unter freiem Himmel auszuharren. Denn über Österreich flitzen wieder die Orioniden – ein Sternschnuppenstrom, der uns jedes Jahr ein kleines Himmelsspektakel beschert.

Das sind die besten Nächte für Sternschnuppen

Rund um den 21. und 22. Oktober erreicht der Meteorschauer seinen Höhepunkt. Wer einen dunklen Beobachtungsplatz erwischt und etwas Geduld mitbringt, könnte in einer guten Stunde gleich mehrere Wünsche Richtung Himmel schicken. Die International Meteor Organization (IMO) gibt für die Orioniden unter idealen Bedingungen eine maximale Rate von rund 20 Meteoren pro Stunde an.

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Allerdings gibt es heuer einen kleinen Spielverderber: den Mond. Er ist rund um das Maximum bereits deutlich beleuchtet und kann mit seinem Licht schwächere Meteore überstrahlen. Die tatsächlich sichtbare Zahl dürfte daher vielerorts unter dem theoretischen Maximum liegen.

Nach Mitternacht stehen die Chancen besser

Den Wecker musst du für das Himmelsspektakel nicht unbedingt stellen – besonders gute Bedingungen gibt es ohnehin für Nachtschwärmer. Der scheinbare Ausgangspunkt der Orioniden liegt beim Sternbild Orion und steigt im Laufe der Nacht höher. Nach Mitternacht bis in die Stunden vor der Morgendämmerung lohnt sich die Beobachtung daher besonders.

Direkt auf Orion starren musst du übrigens nicht: Die Meteore können quer über den Himmel auftauchen. Viel wichtiger ist ein möglichst freier Blick und ein Platz weit weg von Straßenlaternen, Häusern und anderen künstlichen Lichtquellen. Wer mitten in Wien, Graz oder Linz wohnt, verbessert seine Chancen deshalb deutlich, wenn er für die Nacht in eine dunklere Umgebung außerhalb des dicht verbauten Gebiets fährt.

Hinter dem Spektakel steckt ein berühmter Komet

Besonders faszinierend ist, woher die Orioniden kommen. Verantwortlich für das Schauspiel ist ausgerechnet einer der berühmtesten Kometen überhaupt: der Halleysche Komet. Auf seiner Bahn hat er Staub und kleine Teilchen zurückgelassen. Durchquert die Erde diese Spur, treffen die Partikel mit hoher Geschwindigkeit auf unsere Atmosphäre, erhitzen sich und erzeugen die kurzen hellen Leuchtspuren, die wir als Sternschnuppen sehen.

red,30.09.2026, 07:34