Nach Streit um Öffi-Verkehr

Ab Herbst: E-Busse für St. Pöltens LUP-Netz geplant

Nach einem politischen Streit um die Zukunft der LUP-Busse startet nun die Umstellung: Erste E-Busse sollen ab Herbst 2026 in St. Pölten fahren.
Victoria Carina  Frühwirth
12.04.2026, 08:00
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Nach wochenlangen Diskussionen rund um die Zukunft der St. Pöltner LUP-Busse nimmt die Elektrifizierung nun konkrete Formen an. Ab Herbst 2026 will das Verkehrsunternehmen Dr. Richard schrittweise E-Busse einsetzen, bis 2027 sollen Diesel-Fahrzeuge ersetzt werden.

Diskussion: Diesel oder E-Bus

Der Schritt folgt auf einen politischen Streit zu Jahresbeginn: Im Jänner war die Zukunft des Stadtbus-Systems Thema im Wahlkampf. Uneinigkeit herrschte vor allem bei Finanzierung und Ausrichtung – etwa ob künftig Diesel- oder Elektrobusse eingesetzt werden sollen. Auch ein möglicher Stillstand des Systems ab 2027 stand im Raum.

Der Streit ist geschlichtet, nun setzt einer der Betreiber auf Elektromobilität. Geplant ist der Einsatz von Fahrzeugen des Herstellers Daimler auf mehreren Linien. Parallel dazu wird am Standort des Unternehmens die notwendige Ladeinfrastruktur aufgebaut.

Stadler zu Iran-Krieg: "Müssen unabhängig werden von Öl"

Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) freut sich über die Entwicklung: "Diese begrüßenswerte Initiative von Dr. Richard stellt einmal mehr unter Beweis, dass E-Bussen im städtischen ÖV die Zukunft gehört." Die Fahrgäste des LUP sollen sich auf moderne, leise Busse freuen können.

Auch energiepolitische Argumente nennt Stadler: "Der Irankonflikt hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, dass der Westen in Energiefragen unabhängiger von Öl und Gas wird."

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