577 Schüler verletzt

Alarm vor Schulstart – Immer mehr Kinder verunglücken

In wenigen Tagen beginnt die Schule – und die Unfallzahlen machen Sorgen: 2025 wurden 577 Kinder auf dem Schulweg verletzt, eines starb.
Österreich Heute
27.08.2026, 11:12
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Bald füllen sich Österreichs Straßen wieder mit Schulkindern. Doch gerade dort lauern Gefahren: 537 Schulwegunfälle wurden 2025 registriert – 118 mehr als im Jahr davor. Das entspricht einem Plus von 28 Prozent und dem höchsten Wert seit 2016.

Noch dramatischer ist die Zahl der Verletzten: 577 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren kamen bei den Unfällen zu Schaden. 72 davon wurden schwer verletzt. Ein siebenjähriges Kind starb in Tirol, nachdem es auf dem Schulweg von einem Lkw erfasst worden war.

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Besonders Fußgänger gefährdet

Die meisten verletzten Kinder waren zu Fuß unterwegs. 184 Kinder wurden 2025 beim Gehen verletzt – fast 18 Prozent mehr als im Jahr davor.

Auch Radfahrer und E-Scooter-Fahrer sind zunehmend betroffen: 94 Kinder verunglückten mit dem Fahrrad, 76 mit einem E-Scooter. Besonders stark stieg die Zahl bei Kindern, die im Auto mitfuhren: Hier gab es mit 42 Verletzten ein Plus von fast 83 Prozent.

Bei Mopeds waren 82 Kinder betroffen – 44 Prozent mehr als 2024. Genau das erklärt laut VCÖ auch, warum die 15-Jährigen die am stärksten betroffene Altersgruppe sind. 104 Jugendliche dieses Alters wurden verletzt. Bei den 14-Jährigen waren es 55.

Oberösterreich trauriger Spitzenreiter

Die meisten Schulwegunfälle gab es 2025 in Oberösterreich mit 102 Fällen. Dahinter folgen Niederösterreich mit 85 und Wien mit 80. Die Steiermark kommt auf 77, Tirol auf 58.

Am wenigsten Unfälle wurden im Burgenland registriert – dort waren es sieben.

Schulweg gemeinsam abgehen

Der VCÖ appelliert an Eltern, den Weg zur Schule noch vor dem ersten Schultag gemeinsam mit ihren Kindern zu testen. Besonders wichtig sei das für Taferlklassler und Kinder, die in eine neue Schule wechseln.

Dabei sollte nicht automatisch die kürzeste Strecke gewählt werden. Weniger Verkehr, sichere Gehwege und möglichst wenige Straßenquerungen können entscheidend sein.

Gefahrenstellen melden

"Wer auf Gefahren- oder Problemstellen am Schulweg des Kindes stößt, kann diese am besten der Gemeinde beziehungsweise in Wien dem Bezirk sowie der Schuldirektion melden. So können die zuständigen Stellen rasch Maßnahmen zur Entschärfung der Problemstelle prüfen und umsetzen", betont VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.

Der VCÖ fordert außerdem mehr Tempo 30, sichere Geh- und Radwege sowie bessere Sicht an Schutzwegen. Auch das Halte- und Parkverbot vor Schutzwegen soll von fünf auf zehn Meter ausgeweitet werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.08.2026, 11:12