Tierischer Ostererfolg

Frösche fliegen über Büsche! Trotzdem Erfolg in Wien

Mehr als 300 Amphibien wurden am Hanslteich vor dem Tod auf der Straße gerettet. Neue Tunnel sollen den Schutz der Tiere weiter verbessern.
07.04.2026, 13:56
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Der langersehnte Regen zu Ostern war zwar nur von kurzer Dauer, aber dank der hohen Temperaturen konnten die Amphibien endlich in großer Zahl zu ihren Laichgewässern aufbrechen.

Am Hanslteich, wo der Verein gegen Tierfabriken (VGT) seit sieben Jahren einen Amphibienschutzzaun mit der sogenannten Zaun-Kübel-Methode betreut, wurden heuer wieder zahlreiche Erdkröten, Feuersalamander, Molche und Braunfrösche sicher über die Straße gebracht. Sogar zwei Exemplare des äußerst seltenen Alpenkammmolchs konnten dokumentiert werden. Insgesamt sind es in dieser Saison bereits über 300 Tiere, die durch den Einsatz der Freiwilligen vor dem Überfahren gerettet wurden.

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Um den Schutz der Tiere langfristig zu sichern, soll noch heuer sowohl am Schottenhof als auch am Hanslteich ein Tunnel mit fixem Leitsystem gebaut werden. Das hat der Bezirksvorsteher von Hernals, Peter Jagsch, Ende Februar im Zuge einer VGT-Demo vor der Bezirksvertretungssitzung angekündigt. Solche Tunnel sind für die wechselwarmen Tiere überlebenswichtig, denn ihre Zahl nimmt von Jahr zu Jahr ab.

Gefahr vermeiden!

Der VGT richtet einen Appell nicht nur an Autofahrer, sondern auch an alle Gartenbesitzer in ganz Österreich: Bitte gefährde die ohnehin schon geschwächten Tiere nicht zusätzlich. Die größte Gefahr für Amphibien im Garten ist der Einsatz von Pestiziden. Auch Mähroboter können Amphibien, Igeln und vielen anderen Tieren schwere Verletzungen zufügen – vor allem nachts, wenn die meisten unterwegs sind. Daher sollten Mähroboter zu dieser Zeit keinesfalls mehr laufen. Die größte Bedrohung für die Tiere bleibt aber immer noch der Mensch.

„Uns werden laufend Geschichten von Gartenbesitzern aus ganz Österreich zugetragen, die im Frühjahr den Laich aus ihren Privatteichen einfach entfernen, vernichten und lebende Tiere irgendwo in den Wald oder 'über die Böschung' werfen“
Mag. Heidi LacroixProjektleiterin VGT

Weiter erzählt die Tierschützerin über das oft achtlose Verhalten gegenüber Amphibien verärgert: "Das ist nicht nur strengstens verboten und mit hohen Strafen belegt – für die Tiere endet ein derartiges Vorgehen meist tödlich. Die Erdkröte schadet wirklich niemandem, sie hat auch keinen Paarungsruf, an dem man sich stören könnte. Im Gegenteil, die Amphibien im Garten sind sogar sehr nützlich – sie essen ungebetene Schnecken weg, und auch die Gelsenlarven werden stark dezimiert. Wenn die Tiere fertig entwickelt sind, verlassen die meisten die Teiche und kommen erst im nächsten Frühjahr wieder. Bitte lassen Sie die seltenen Amphibien und ihre Nachkommen am Leben!"

Der VGT betreut den Schutzzaun am Hanslteich noch bis Anfang Mai und bedankt sich bei allen Freiwilligen, die sich auch heuer wieder dieser wichtigen Aufgabe widmen.

{title && {title} } red,tine, {title && {title} } 07.04.2026, 13:56
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