Chip-Aktien brechen ein

ATX trotzt Krise, während Börsen weltweit abstürzen

Die Angst vor einer strengeren KI-Regulierung löste einen Ausverkauf bei Tech-Aktien aus. Die Verluste erfassten auch Europas Börsen.
05.11.2026, 22:30
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Ein heftiger Ausverkauf bei Technologieaktien hat am Donnerstag die internationalen Börsen erschüttert. Auslöser waren Sorgen vor einer stärkeren Regulierung Künstlicher Intelligenz (KI) in den USA. Besonders Chipkonzerne gerieten unter Druck. Die Verluste schwappten auch nach Europa über: Der ATX und der deutsche DAX gaben ihre zwischenzeitlichen Gewinne vollständig ab und rutschten ins Minus.

An der Wall Street nahm der Handel zunächst einen freundlichen Verlauf. Der Dow Jones startete mit einem Plus von 0,61 Prozent, drehte anschließend aber deutlich nach unten. Besonders hart traf es den Technologiesektor. Der Nasdaq Composite baute seine anfänglichen Verluste massiv aus. Vor allem Aktien aus der Chipbranche gerieten unter Verkaufsdruck. Gerade diese Unternehmen hatten zuletzt besonders stark vom Boom rund um Künstliche Intelligenz profitiert.

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Die Angst vor strengeren Regeln für KI-Geschäfte und -Entwicklungen löste damit eine abrupte Stimmungswende aus. Anleger trennten sich offenbar von jenen Technologiepapieren, die zuvor zu den großen Gewinnern des KI-Booms gezählt hatten.

ATX und DAX verlieren ihre Gewinne

Auch in Europa war die Nervosität deutlich zu spüren. Der Wiener ATX hatte im Tagesverlauf zunächst Verluste aufgeholt und zeitweise die Gewinnzone erreicht. Am Nachmittag kippte die Stimmung erneut. Der Leitindex beendete den Handel schließlich bei 6.511,40 Punkten und verlor 0,11 Prozent, bleib damit aber vergleichsweise stabil.

Noch deutlicher fiel die Bewegung in Deutschland aus. Der DAX hatte im Tagesverlauf kräftig zugelegt und zwischenzeitlich mit 26.671,19 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht. Im Sog der schwachen US-Börsen gingen die Gewinne jedoch verloren. Zum Handelsschluss stand ein Minus von 0,43 Prozent auf 26.325,01 Punkte.

Südkorea erlebt besonders starken Einbruch

Auch an den asiatischen Börsen zeigte sich die Nervosität im Technologiesektor. Besonders heftig erwischte es Südkorea: Der KOSPI brach um 5,27 Prozent auf 5.384,53 Punkte ein. Der Ausverkauf bei Halbleiteraktien führte zeitweise sogar zu Handelsbeschränkungen. Der japanische Nikkei 225 verlor 1,79 Prozent. In China und Hongkong entwickelte sich der Handel dagegen positiv. Der Shanghai Composite legte um 0,10 Prozent zu, der Hang Seng in Hongkong sogar um 3,68 Prozent.

Neben den Sorgen um die KI-Regulierung beeinflussten auch politische und wirtschaftliche Erwartungen die Märkte. Nach den Wahlerfolgen der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen spekulierten Anleger auf eine mögliche Entspannung geopolitischer Konflikte. Das drückte die Ölpreise auf Mehrmonatstiefs und stützte teilweise andere Marktbereiche. Der heftige Ausverkauf bei Technologieaktien bestimmte am Donnerstag jedoch das Börsengeschehen.

red, 05.11.2026, 22:30