Studium, Arbeiterkammer, SPÖ: Die Salzburgerin Michaela Schmidt ist nach einer roten Bilderbuch-Karriere mittlerweile unter Andreas Babler zur Staatssekretärin aufgestiegen, ist in dieser Funktion für den Sport zuständig. Während ihr Herzensverein SV Austria Salzburg in der Länderspielpause weilt, müht sich die Politikerin zu einer Fußballanalogie.
"Ich bin der Meinung, dass wir uns als Sozialdemokratie mit öffentlich geführten Personaldebatten ein massives Eigentor schießen", sagt sie im Interview mit den "Salzburger Nachrichten". Erst vor einem halben Jahr sei am Parteitag ein Vorsitzender gewählt worden, und das sei Andreas Babler.
Solche Debatten sollte man lieber im Wohnzimmer statt am Balkon führen – auch in Blick auf anstehende Landtagswahlen wie in Oberösterreich. Wenn jemand als Vorsitzender kandidieren will, wäre der Parteitag vor einem halben Jahr der richtige Ort gewesen.
Mit Blick auf den Krisengipfel am Sonntag gibt sich die Staatssekretärin zugeknöpft. Was es jetzt brauche, sei Einigkeit und Ergebnisse der Bundesregierung. "Wir führen seit zehn Jahren diese Personaldebatten öffentlich. Ich bin der Meinung, dass wir die siebte Staffel der Serie "SPÖ-Personaldebatte" jetzt beenden sollten."
Ein möglicher Wechsel an der Spitze dürfte auch gar nicht so einfach sein. "Wir haben in unserer Partei gemeinsam Regeln festgelegt, was unsere Vorsitzwahl betrifft. Ich gehe davon aus, dass wir uns an diese Regeln halten. Der SPÖ-Vorsitz ist keine Castingshow."