Anlässlich des Jubiläums der Dreierkoalition im Amt lud SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim am Donnerstag zur Pressekonferenz. Das Motto lautete: "Ein Jahr SPÖ in der Regierung: Teuerung bekämpfen, Österreich auf Kurs bringen."
Dabei übte er deutliche Kritik an den Oppositionsparteien Grüne und FPÖ. Von der Öko-Partei komme "nur heiße Luft", die Blauen würden "aus Prinzip gegen alles" stimmen.
Der Konter der Freiheitlichen ließ nicht lange auf sich warten. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz bezeichnete den Auftritt Seltenheims als "peinliche Propaganda-Show und einen Offenbarungseid des politischen Realitätsverlustes".
Schnedlitz: "Die heutige Pressekonferenz der SPÖ war ein Musterbeispiel für Realitätsverweigerung und linke Propaganda. Während Vizekanzler Babler und seine Genossen sich im Elfenbeinturm für angebliche Erfolge feiern, erleben die Österreicher an der Supermarktkasse, an der Zapfsäule und bei der Mietvorschreibung die brutale Wahrheit: Diese Regierung hat die Teuerung nicht bekämpft, sondern mit ihrer irrsinnigen Politik erst befeuert!"
Der FPÖ-General verwies auf die hohen Kosten im Supermarkt, an der Tankstelle oder auf dem Wohnungsmarkt. So habe die Regierung die Teuerung nicht bekämpft, sondern sie sogar noch befeuert. Schnedlitz zeigte sich überzeugt, dass SPÖ-Chef Babler beim Parteitag am 7. März die Rechnung dafür präsentiert bekomme. "Die Nervosität bei Babler-Mitarbeiter Seltenheim ist nicht zu übersehen, schließlich ist sein Schicksal untrennbar mit jenem des Vizekanzler-Darstellers verbunden. Fällt Babler, reißt er Seltenheim mit. Auch Kurzzeit-SPÖ-Hoffnung Kern hatte in seinem Plan keinen Platz für Seltenheim", so der Freiheitliche.
Die von Seltenheim präsentierten Maßnahmen zur Teuerungsbekämpfung seien "reiner Etikettenschwindel". Die wahren Ursachen würden unangestatet bleiben, der FP-General sprach von "verfehlten Russland-Sanktionen, den grünen Klimawahn und ausufernde Massenzuwanderung". Schnedlitz: "Das ist keine Politik für die Menschen, das ist ein Verrat an den Österreichern."