Mit schwersten Verletzungen wurde am 20. Dezember 2024 ein kleines Baby aus der Brigittenau von der Berufsrettung mit Verdacht auf Schütteltrauma in die Klinik Donaustadt gebracht. Der 1-jährige Säugling war schwer verletzt, musste sofort notoperiert werden, wäre fast verstorben. Die Ärzte im Spital retteten das Leben des Babys in letzter Sekunde, wir berichteten.
Die Eltern des Babys haben insgesamt vier Kinder, sitzen seit Mitte Jänner in U-Haft. Nun stehen die beiden Syrer (26, 23 Jahre) am Dienstag (9.10.) wegen versuchten Mordes vor Gericht, vertreten von Top-Anwalt Andreas Reichenbach. Hauptangeklagter ist der 26-jährige Vater. Er zeigte sich laut Anklage bisher unkooperativ.
In der Einvernahme meinten der Mann und die Frau, alles sei ein Unfall gewesen. Die 5-jährige Schwester des Kindes sei drei Tage zuvor mit einem Handy auf das Baby gestürzt. Das Kind sei danach gelb und kalt gewesen, zudem hätte sie sich übergeben. Um es zu wärmen, sollen die Eltern das Kind auf die Heizung gelegt haben. Einen Arzt hätten sie trotz des hochbedenklichen Zustandes des Säuglings nicht aufgesucht, da sie angeblich keine gültige Krankenversicherung hatten. Das Mädchen habe sich nach dem Vorfall dann auch wieder erholt.
In der Einvernahme verwickelten sich die beiden Syrer in Widersprüche, so wurde klar, dass die massiven Verletzungen nicht von einem Sturz stammten. Ein Sachverständiger konnte die für ein Schütteltrauma typischen Verletzungen nachweisen.
Mutter und Vater sollen laut Anklage "in Kauf genommen haben", dass das Kind an den Folgen des Schüttel-Traumas versterben könnte. Nun stehen die beiden Syrer wegen versuchten Mordes vor Gericht – es droht bis zu lebenslange Haft.