Huawei warnt

Batteriespeicher-Boom in Österreich wird ausgebremst

Der Bedarf an Großspeichern steigt, doch viele Projekte kommen nicht voran. Huawei fordert rasche Klarheit bei offenen Regeln und Netzentgelten.
22.10.2026, 18:57
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In Österreich gibt es Anschlussanfragen für Batteriespeicher mit einer Gesamtleistung von mehr als 24 Gigawatt. Doch viele Projekte kommen laut Huawei nicht wie erhofft voran. Unklare Regeln und offene Fragen bei den Netzentgelten bremsen den Ausbau, während andere europäische Länder bereits große Speicherprojekte umsetzen.

Allein bei Kärnten Netz summieren sich die Anfragen laut Huawei auf das Fünffache der Netzspitzenlast des Bundeslandes. Batteriespeicher sollen überschüssigen Strom aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Sie können damit Schwankungen bei Wind- und Solarenergie ausgleichen und die Stromversorgung stabilisieren.

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Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) wurden laut der Mitteilung wichtige Grundlagen für den Ausbau geschaffen. In der Praxis fehle aber eine klare Definition, wann ein Speicher als "systemdienlich" gilt. Das erschwere Anschlussverfahren. Auch die Verordnung zu den Systemnutzungsentgelten soll erst am 1. Jänner 2027 in Kraft treten.

"Nachfrage ist da"

"Die Technologie steht bereit, die Nachfrage ist da – und sie ist ausgereift", sagt Boris Šešlija, Principal Business Development Manager bei Huawei Austria. Das Unternehmen habe heuer bereits Projekte mit bis zu 4,5 Gigawattstunden ausgeliefert. Šešlija fordert rasche Klarheit bei den offenen Regeln, damit aus den zahlreichen Anfragen konkrete Investitionen werden.

Wie groß Speicherprojekte bereits in anderen Ländern sind, zeigen Beispiele aus Bulgarien, Deutschland und Frankreich. In Bulgarien decke der Speichermarkt laut Huawei bereits mehr als 16 Prozent des nationalen Strombedarfs ab. In Lovech betreibt das Unternehmen demnach einen Speicher mit 500 Megawattstunden. In Deutschland und Frankreich realisiert Huawei Projekte mit mehr als 760 beziehungsweise 500 Megawattstunden.

rfi, 22.10.2026, 18:57
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