Von der Leyen macht Kiew Mut

Brisanter Deal – EU und Ukraine bauen gemeinsam Drohnen

Die EU und die Ukraine rücken im Abwehrkampf gegen Russland noch enger zusammen. Künftig wird es eine neue Drohnen-Partnerschaft geben.
Newsdesk Heute
18.07.2026, 23:45
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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht die Ukraine in einer neuen Stärke. Bei ihrem Besuch in Kiew sprach sie von einem "Wendepunkt" und stellte gemeinsam mit Präsident Wolodymyr Selenskyj eine neue Drohnen-Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der Ukraine vor.

Neue Drohnen-Allianz

Im Mittelpunkt des Besuchs stand eine neue Verteidigungs- und Industriepartnerschaft. Erstmals wollen EU und Ukraine bei der Entwicklung und Produktion von Drohnen eng zusammenarbeiten. Dabei soll europäische Industriekapazität mit der Erfahrung der Ukraine im Drohnenkrieg verbunden werden.

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Die Vereinbarung sieht auch vor, dass Drohnen künftig auf EU-Gebiet gelagert werden können, bevor sie in der Ukraine zum Einsatz kommen. Finanziert werden soll das Projekt unter anderem aus EU-Verteidigungsprogrammen und milliardenschweren Hilfspaketen. Später könnte die Zusammenarbeit auch auf Raketentechnologie ausgeweitet werden.

Von der Leyen: "Russlands Schwung ist gering"

Während der Krieg an der Front weitgehend festgefahren ist, verlagert die Ukraine ihre Angriffe zunehmend in den russischen Hinterraum. Mit Langstrecken-Drohnen werden Ölraffinerien und militärisch wichtige Ziele tief im Landesinneren attackiert. Damit will Kiew Moskaus Einnahmen aus dem Ölgeschäft schmälern und die russische Kriegswirtschaft treffen.

"Russlands Schwung ist gering. Die Ukraine hält dagegen und leistet weiter Widerstand", sagte von der Leyen bei ihrem Besuch.

Auch beim EU-Beitritt geht es voran

Neben der militärischen Zusammenarbeit kommt auch der EU-Beitritt der Ukraine wieder in Bewegung. Nach dem Ende der monatelangen Blockade durch Ungarn konnten zuletzt weitere Beitrittsverhandlungen eröffnet werden.

Von der Leyen zeigte sich optimistisch, dass die Ukraine den eingeschlagenen Reformkurs fortsetzt. Selenskyj verzichtet inzwischen auf frühere Forderungen nach einem EU-Beitritt bereits 2027 und setzt stattdessen auf einen schrittweisen Annäherungsprozess.

"Sie bereiten sich auf Ihre Zukunft als Mitgliedstaat unserer Union vor", sagte die EU-Kommissionspräsidentin in Kyjiw. "Ihre Entscheidungen formen schon jetzt die Zukunft unseres gesamten Kontinents."

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