Kunstnägel im Check

So schädlich sind Gelnägel wirklich für deine Haut

Künstliche Nägel sind voll im Trend. Eine Dermatologin warnt vor Risiken und verrät, worauf du achten solltest.
Heute Life
14.04.2026, 22:38
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Die Nachfrage nach künstlichen Fingernägeln steigt weltweit – egal ob im Nagelstudio oder als DIY-Produkt für zu Hause. Doch die modischen Nägel haben auch ihre Schattenseiten, warnen Expertinnen.

Zur Vorbereitung wird der natürliche Nagel angeraut, damit der Kunstnagel besser hält. Dadurch wird der Nagel dünner und bietet mehr Angriffsfläche für Keime und Pilze. Besonders bei geklebten Nägeln entsteht ein kleiner Hohlraum, in dem sich Feuchtigkeit sammelt.

Wie quarks.de berichtet, erklärt Dermatologie-Professorin Christiane Bayerl: "Was wir eben deutlich wissen, ist, dass ein Nagel, der nicht mit Kunstnägeln, Nagellack und dergleichen versehen ist, dass der halb so viele Keime aufweist wie ein geklebter Kunstnagel oder Ähnliches. 50 Prozent weniger Keime. Das ist ein Riesenunterschied."

Allergien nehmen zu

Ein weiteres Problem: Acrylate. Diese Kunststoffverbindungen sind in Acrylpulvern, UV-Gelen und Nagelklebern enthalten und können Allergien auslösen. Die Expertin warnt: "Acrylate sind hochpotente Sensibilisatoren. Also, da braucht man recht kurze Kontaktzeiten, um schon eine Allergie zu erwerben." Besonders beim Heimgebrauch ohne Handschuhe steigt das Risiko.

UV-Licht und Hautkrebs

Um Gelnägel auszuhärten, werden UV-Geräte verwendet. Studien zeigen: Das Hautkrebsrisiko ist dadurch leicht erhöht. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, vorher Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 auf die Hände aufzutragen.

Bayerl rät, Kunstnägel nur zu besonderen Anlässen zu tragen und den Nägeln dazwischen Pausen zu gönnen: "Zweimal im Jahr oder so ein Kunstnagelkleben für ein paar Wochen – da sehe ich gar kein Problem. Aber dann auch wieder die Nägel entwöhnen, damit sie wieder in den normalen Funktionszustand geraten können."

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